Andacht 19.6.’24
“Und betrübt nicht den Heiligen Geist GOTTES, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.“
(Epheser 4,30)
Eine der profundesten und wichtigsten Aussagen der gesamten Heiligen Schrift. Warum?
Nun, widmen wir uns einfach mal den folgenden beiden Fragen:
1. WAS ist die Aufgabe des Heiligen Geistes?
2. WIE kann ich ihn betrüben?
Zur ersten Frage:
Der Heilige Geist ist es, der an uns wirkt und arbeitet. Er versucht ein immens wichtiges Werk im Leben eines jeden Menschen zu vollbringen ……. nämlich uns der Sünde zu überführen. Was bedeutet das konkret?
Nichts anderes, als dem Menschen bewusst zu machen wie grausam und abscheulich die Sünde ist. Der natürliche Mensch ist sich dessen kaum bis gar nicht bewusst – und genau DARAN arbeitet der Heilige Geist – damit wir das rechte Verständnis dafür bekommen. Wenn uns das bewusst wird und wir ihre Grausamkeit immer deutlicher erkennen, werden wir beginnen sie immer mehr zu hassen …….. was widerum zur Folge hat, dass wir uns immer mehr von ihr distanzieren – und GOTT nahen möchten.
Nun, zur zweiten Frage: WIE kann man ihn betrüben?
Der Heilige Geist nimmt u.a. eine warnende Funktion in unserem Leben ein. Er möchte uns vor dem „Lohn“ der Sünde – dem ewigen Tod – bewahren ………. und genau deshalb ist sein Werk und wirken an uns so bedeutsam. Was aber muss geschehen damit er betrübt wird? Nehmen wir ein einfaches Beispiel:
Du hast einen Schäferhund der dir sehr treue Dienste leistet. Eines Nachts jedoch beginnt er richtig laut zu bellen. Er bellt und bellt und bellt und hört nicht mehr auf, weil er einen Einbrecher erkannt hat. Irgendwann mal geht es dir so sehr auf den Wecker, dass du rausgehst und ihn aus lauter Wut erschlägst. Jetzt hast du zwar deine Ruhe ……… aber der Einbrecher wird ungehindert in dein Haus eindringen können.
Die warnende, ermahnende Stimme deines treuen vierbeinigen Freundes ist jetzt nicht mehr da.
Freunde, genau das gleiche kann ein Mensch mit dem Heiligen Geist tun. Er kann ihn „erschlagen“ – und damit auch die warnende, mahnende Stimme die uns vor allem Übel bewahren möchte. Leider geschieht das im realen Leben tatsächlich. Da wir uns IN und MIT unseren Sünden oft wohlfühlen, wird die ermahnende Stimme uns lästig und wir verjagen sie. Der Heilige Geist respektiert unseren Willen und zieht sich zurück. An dieser Stelle hab ich eine gute – und eine schlechte Nachricht. Erst die gute:
ER kommt immer wieder und versucht es erneut, weil du GOTT viel bedeutest. Schließlich hat Jesus einen immens hohen Preis für dich bezahlt.
Nun die weniger gute Nachricht:
An dieser Stelle möchte ich auch gleichzeitig meine ernsthafte Sorge zum Ausdruck bringen …….. und uns NICHTS von der kostbaren Wahrheit vorenthalten. Das permanente ablehnen der mahnenden Stimme kann und wird eines Tages dazu führen dass wir sie endgültig zum schweigen bringen. Dann ist die Tragödie vollendet.
Nicht für den Heiligen Geist ……. aber für uns. Er wird den Willen eines jeden Menschen akzeptieren, wenn auch nur unter großem Schmerz. Stell dir folgendes vor:
Der Heilige Geist geht heute zu einer bestimmten Person, so wie er es bei allen Menschen tut. Doch nach diesem Tag stellt er sein Wirken an diesem Menschen komplett ein, da ihm diese Person deutlich zu verstehen gegeben hat dass er sich NICHT mehr in sein Leben einmischen soll. Der Heilige Geist war das letzte mal dort. Wie schmerzhaft muss es sein, sich mit DIESEM Wissen vom Menschen endgültig abzuwenden? Der Mensch weiß es nicht……..aber er hat seine Entscheidung für die Ewigkeit getroffen. Warum geht der Heilige Geist nicht mehr hin? Weil er keine Lust mehr hat? Nein mein Freund, sondern weil GOTT weiß, dass jegliche weitere Bemühung für diesen Menschen ins leere schlagen würde. Ganz gleich wie oft er es noch versuchen mag.
Freunde, lasst uns über dieses Thema ernsthaft nachdenken. Der Heilige Geist kommt nicht um uns zu ärgern. Er kommt, um uns vom Tod zum Leben zu führen. Lasst uns auf seine Stimme achten und seine Ermahnungen und Zurechtweisungen zu Herzen nehmen, solange es noch HEUTE heißt (Hebr. 3, 7-8).
Auch wenn die Wahrheit uns manchmal nicht gefällt und eher als Belästigung empfunden wird …….. so vertraue dem HERRN ……. denn Jesus hat in Johannes 8,32 verheißen:
„Die Wahrheit wird euch frei machen!“
Der HERR helfe uns, damit wir entschieden – und mit ALLEN Konsequenzen – JA zu IHM sagen.