Andacht 27.6.’24
“Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr MIR getan.“
(Matth. 25,40)
Sehr ergreifende Worte.
Viele Christen fragen sich: “Wie dient man GOTT eigentlich? Wie sieht echter Gottesdienst aus?“
Nun, da gibt es sicherlich mehrere Aspekte und Bereiche ……… doch auf einen entscheidenden möchte ich heute etwas näher eingehen.
Das Spektrum ist breit – und alles hat seine Wichtigkeit und Berechtigung. Wenn wir auf Jesus schauen, können wir sehr gut erkennen wie ER dem HERRN gedient hatte.
Er predigte das Evangelium.
Er heilte unzählige Menschen.
Er trieb Dämonen aus.
Er ermutigte und ermahnte.
Er erweckte Tote zum Leben uvm.
Aber er tat noch etwas:
Er erbarmte sich der Armen und hilflosen Menschen um ihn herum. Er ging nicht ignorant an ihnen vorbei, sondern blieb überall dort stehen, wo er Not sah.
Und NICHTS machte ihn glücklicher, als einem Menschen Heilung und Rettung zu bringen.
Heute ist die Welt voll von Leid, Not, Sorgen und Ängsten.
Sehr viele Menschen auf diesem Planeten sind sozial benachteiligt, leben in ärmsten Verhältnissen, haben keinerlei medizinische Versorgung, schuften ihr ganzes Leben lang um ihre Familie durchzubringen – und schaffen es trotzdem nicht. Nicht wenige werden von Krankheit, Hunger oder anderen Dingen in die Knie gezwungen. Sie sehnen sich nach einer helfenden Hand ……… doch wer nimmt schon Notiz von ihnen?
„Ach ……. ist die Welt nicht überbevölkert? Da ist doch natürliche Auslese ganz normal.“
Aussagen dieser Art hab ich nicht nur einmal gehört. Freunde …… das bricht einem das Herz. Menschen die wie Vieh behandelt werden, ignoriert ………. ja, sogar dem Elend und Tod überlassen. Nun kommt der schlaue Mensch und sagt: “Was kann ich denn schon großes bewirken?“
Und so redet er sich mit einem einzigen Satz aus seiner gesamten Verantwortung raus. In einer Gesellschaft in der Egoismus, Gier und Habsucht an oberster Stelle stehen ……… wie kann da noch Platz für meinen Nächsten sein? Eines Tages werden ALLE Menschen Rechenschaft ablegen müssen. Rechenschaft für ihren selbstsüchtigen, egozentrischen, stolzen und von Habgier zerfressenen Lebenswandel. Dann wird es nichts mehr nützen zu sagen:
“HERR, ich bin doch regelmässig zum Gottesdienst gegangen, hab immer fleissig im Chor gesungen, hab meine Kinder nie geschlagen, hab keinen Menschen betrogen ……. und hab Monat für Monat fleißig an „Brot für die Welt“ gespendet.“
Denn der HERR wird fragen:
„WO warst du, als dein Nachbar schwer an Krebs erkrankte und deine Hilfe brauchte?
WO warst du, als dein Arbeitskollege seine Frau durch einen schweren Unfall verloren hatte und Trost brauchte?
WO warst du, als dein Bruder wegen Arbeitslosigkeit sein Haus verlor und vor lauter Verzweiflung fast vor den Zug gesprungen wäre?
WO warst du?“
Freunde, ich möchte uns ALLE ermutigen – jeden einzelnen – uns ernsthaft die Frage zu stellen:
„BIN ich ein theoretischer oder ein praktischer Christ?“
In der Theorie sind die meisten Menschen wunderbare Christen. Doch am Ende zählt die Praxis.
Hab ich DAS was ich wusste auch gelebt?
Möge der HERR uns dabei helfen, damit, wenn Jesus wiederkommt, wir die heilsamen Worte ……….“Kommt her ihr gesegneten meines Vaters“……. hören dürfen.
DAS wünsche ich uns von Herzen 🙏