Andacht

Andacht 11.11.’24

„Das Gebet eines Gerechten vermag VIEL, wenn es ernstlich ist.“
(Jak. 5,16)

Folgende Geschichte las ich kürzlich:

Während einer Schiffsreise, wurde der Bibellehrer F. B. Meyer gebeten einen Vortrag zu halten.
Unter den Zuhörern saß ein Agnostiker. Kurze Erklärung zum Agnostizismus: Ist ähnlich dem Atheismus, mit folgendem kleinen Unterschied: Der Atheist ist überzeugt davon dass es keinen GOTT gibt…….. der Agnostiker hingegen, betont dass das menschliche Wissen begrenzt ist, und es deshalb keine Antwort auf diese Frage geben kann.
Das Thema der Predigt lautete:
„GOTT erhört Gebete.“
Der Kommentar des Agnostikers: „Ich glaube kein Wort von dem was der Mann gesagt hat.“ Später kam der Agnostiker an einer älteren Dame vorbei, die auf einem Liegestuhl eingeschlafen war. Sie hatte beide Hände offen auf ihrem Schoß liegen. Der Mann wollte sich einen Scherz erlauben, und legte der schlafenden Frau in jede Hand eine Orange, die er gerade dabei hatte um sie gemütlich auf Deck zu verspeisen.
Nach einer Weile kam er wieder an der Frau vorbei, und sah wie sie genüßlich eine Orange aß. „Sie scheinen die Orange aber zu genießen,“ bemerkte er mit einem Lächeln. „Sehr sogar!“ antwortete sie. „Mein himmlischer Vater meint es gut mit mir.“
„Wie soll ich das verstehen?“………wollte der Mann wissen. Da antwortete die Dame:
„Ich fühle mich schon zwei Tage sehr schwach und hatte großen Appetit auf eine Orange. Da bat ich GOTT, daß ER mir doch eine schenken möchte. Während ich betete, schlief ich ein – und nun stellen sie sich vor: Als ich erwachte, sah ich voller Freude daß GOTT mir nicht nur eine, sondern gleich zwei Orangen geschenkt hatte!“
Sprachlos und erstaunt blieb der Agnostiker verblüfft stehen. Von nun an hatte er ausreichend Stoff, um über die Existenz GOTTES nochmal ausgiebig nachzudenken.
Eine schöne kleine segensreiche Geschichte. GOTT offenbart sich nicht nur durch große Dinge bzw. gewaltige Wunder wie z.B. die „Teilung des roten Meeres,“ oder „Daniels Rettung in der Löwengrube“ usw. Nein, der HERR gebraucht auch kleine „unscheinbare“ Bitten, um seinen Namen zu verherrlichen. Doch dazu bedarf es einer wichtigen Sache. Was sagte Jesus bei seinem Abschied von den Jüngern, kurz bevor er in den Himmel fuhr in Apostelgeschichte 1,8:
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.
Was sagt uns der Text? Wir werden seine Zeugen sein. Und was bedeutet das konkret?
Nun, ein Zeuge ist eine Person die einen Vorfall bzw. Ereignis gesehen, gehört oder mit sonstigen Sinnen wahrgenommen und erlebt hat.
Was macht einen Zeugen schlussendlich zu einem Zeugen? Sein Bericht darüber!
Die ältere Dame mit den Orangen machte genau DAS, was ein Zeuge tut. Sie berichtete von ihrem Erlebnis mit GOTT – und hinterließ somit eine deutliche Spur zu Jesus hin. Wie sieht es in unserem Alltag aus, wenn wir hier und dort Erfahrungen, Erlebnisse oder ähnliches mit GOTT machen? Stecken wir alles in die „Hosentasche,“ bewahren stillschweigen und ignorieren es einfach…….oder gehören wir zu den lebendigen Zeugen, indem wir unsere Erlebnisse mit GOTT mit anderen teilen? Ein treuer Zeuge zu sein, ist nicht nur auf Erfahrungen und Erlebnisse reduziert, sondern unser ganzes Leben soll ein lebendiges Zeugnis für IHN sein. Wie formuliert es Paulus so schön in 1. Kor. 10,31:
„Ob ihr esst oder trinkt oder sonst etwas tut, so tut ALLES zur EHRE GOTTES.“
Möge der HERR uns JEDEN Tag aufs neue daran erinnern, damit die Spuren die wir hinterlassen, stets zu IHM hinführen – denn dort liegt der ganze Segen.