Andacht

Andacht 20.01.’25

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“
(Matth. 10,34)

Ziemlich heftiger Text. Hat Jesus tatsächlich gesagt, dass er nicht gekommen ist um Frieden zu bringen, sondern das Schwert?
Wie verträgt sich diese Aussage mit dem Gesamtkontext des Evangeliums? Sagte Jesus nicht: „Selig sind die Frieden stiften……?“
Nun, wir wissen dass die Schrift sich immer mal wieder der Symbolsprache bedient. Was bedeutet das? Ganz einfach: Bestimmte Wörter/Begriffe stehen nicht immer zwangsweise für das was sie im eigentlichen Sinne bedeuten. Ein Beispiel dafür finden wir im Gleichnis vom Unkraut (Matth. 13, 36-39):
„………Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er [Jesus] antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt. Der gute Same, das sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen…….“
Hier können wir es sehr gut erkennen.
Mit dem Begriff „Schwert,“ verhält es sich genauso. In Epheser 6 wird uns gesagt, dass das Schwert für GOTTES Wort steht. Wie geht’s jetzt aber weiter? Warum formuliert Jesus seine Aussage so steil? War er etwa ein Kriegstreiber, der uns auffordert das Schwert in die Hand zu nehmen um zu töten? KEINESWEGS! Zog nicht Petrus das Schwert im Garten Gethsemane, um ihn gegen die Horde zu verteidigen? Was sagte Jesus im gleichen Augenblick zu ihm? „Steck dein Schwert wieder ein!“
Was Jesus im obigen Andachtstext tatsächlich zum Ausdruck bringen möchte, ist von absolut elementarer Bedeutung. Schauen wir uns dazu mal einen Text aus Hebräer 4,12 an:
„Denn das Wort GOTTES ist lebendig und kräftig und schärfer als JEDES zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“
Jetzt kommen wir der Sache schon etwas näher. Ist dir folgende Redewendung bekannt? „Das geht einem durch Mark und Bein.“
Was bedeutet das? Diese Redewendung verwendet man im Zusammenhang mit einer Sache die eine enorme Bedeutung/Kraft besitzt, welche den ganzen Menschen durchdringt. Das kann alles mögliche sein.
Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis. Was Jesus tatsächlich meinte, war natürlich das Schwert des Geistes, also GOTTES Wort. Nochmal zurück zur Frage……..warum formulierte er es so heftig? Freunde, wenn wir DAS begriffen haben, wird uns vieles im Leben leichter fallen. GOTTES Wort hat bzw. IST Macht. Es besitzt eine beispiellose Kraft (siehe Psalm 33,9).
Was passiert nun, wenn das Wort des HERRN einen Mensch komplett durchdringt, so dass er sein Leben Jesus übergibt? Na ist doch logisch……..Satans Alarmsystem springt automatisch an. Fortan wird der Feind alles daran setzen, diesen Menschen wieder zurückzugewinnen……..womit der Kampf beginnt. DAS ist es, was Jesus zum Ausdruck bringen wollte. Wenn du GOTTES Wort ernst nimmst, rufst du automatisch Satan auf den Plan. Das geschieht auf vielfältige Weise. Ob der Feind nun eigene Familienmitglieder gegen dich aufhetzt, ob er dafür sorgt dass du deine Arbeitsstelle verlierst…….was auch immer. Er wird definitiv den Kampf gegen dich beginnen. Meistens steht das ganze im Zusammenhang mit Menschen die er gegen dich „aufhetzt,“ um Zwietracht und Spaltung zu verursachen. Wenn wir DAS verstanden und verinnerlicht haben, werden wir künftig die Dinge viel leichter einordnen können, da wir wissen dass Anfechtungen, Versuchungen und Attacken jeglicher Art „normal“ sind. Doch du brauchst nicht zu verzweifeln mein Freund, denn bei alledem dürfen wir das wichtigste NICHT vergessen: Wenn wir Jesus unser Leben übergeben haben, wird ER die Schlachten für uns schlagen. Vor 2000 Jahren kam ER und brachte etwas mit. Das Evangelium. Dass das Satan definitiv nicht passte, ist wohl kaum zu übersehen. In 2. Timotheus 3,12 sagt uns Paulus:
„JEDER, der an Christus Jesus glaubt und ein Leben zur Ehre GOTTES führen will, WIRD Verfolgung erleben.“
GOTTES Wort wird Feindschaft mit der Welt hervorrufen – denn der HERR ist im Krieg mit Satan. Entscheidest du dich für GOTT, dann darfst du dir folgendes zu Herzen nehmen:
„Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr werdet stille sein.“ (2. Mose 14,14).
Mein geschätzter Freund, setze ALL dein Vertrauen auf GOTT, lass IHN machen, gib ihm freie Hand – und du wirst staunen.
DAS wünsche ich uns allen.