Andacht

Andacht 26.2.’25

„Selig, die verfolgt sind um der Gerechtigkeit willen – ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und euch das Ärgste nachsagen um meinetwillen und dabei lügen.“
(Matth. 5, 10-11)

Beim Anblick dieses Bildes muss ich unweigerlich an die Reformatoren – insbesondere an die Waldenser, die treuen Vorreformatoren denken. Was dieses Volk geleistet hat, können wir uns heute kaum noch vorstellen. Ihre Namen sind gewiss im himmlischen Buch des Lebens verzeichnet. Vielleicht sogar in Großbuchstaben und fettgedruckt.
Wer waren diese Waldenser? Nun, man kann sagen sie waren – was ihre Hingabe an Jesus, ihren Glauben und ihre Liebe zu IHM anbetrifft – eine perfekte „Kopie“ der Urchristen. Aber keine schwache, ganz im Gegenteil. DAS was sie in der Schrift entdeckten und erkannten, DAS lebten sie auch mit größter Freude. Jesus war für sie ALLES! Für IHN lebten – und wenn nötig – starben sie. Und wahrhaftig, es kamen nicht wenige von ihnen um ihres Glaubens Willen ums Leben. WAS war der Grund dafür? Ihr „Verbrechen“ lag darin, dass sie die Bibel studierten – und denen die Hunger und Durst nach GOTTES Wort hatten, Teile der Bibel, oder auch die ganze Bibel schenkten. Den Buchdruck gab es damals noch nicht. Doch sie waren wahrhaftige Meister der Vervielfältigung. Ihre Methode? Einfach und effizient: Sie schrieben die Bibel von Hand ab. Doch warum wurden sie dafür gejagt, geächtet und sogar getötet? Freunde, genau hier wird der große Kampf zwischen Christus und Satan sichtbar. Satans Plan und erklärtes Ziel, ist nichts geringeres als die Vernichtung des Volkes GOTTES (siehe Offenbarung 12).
Jeder ernsthafte Nachfolger Jesu kommt auf die Liste seiner Erzfeinde. Ja, es existiert ein mächtiger Kampf. Die Bibel sagt es glasklar. Dieser Kampf wird bis zur Wiederkunft Jesu andauern. GOTTES wahren Kindern wird viel Ungerechtigkeit widerfahren. Hohn und Spott, Lästerungen, Repressalien, Ausgrenzung u.v.m. Das hat Jesus in Matthäus 24,9 deutlich vorhergesagt:
„Ihr werdet gehasst werden um meines namens Willen…….“
Doch sei getrost, der HERR vergisst die Seinen NICHT, denn gleichzeitig hat er verheißen:
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung erleiden, denn IHNEN wird das Himmelreich zuteil!
Hass und Verfolgung sollte uns weder in Angst versetzen, noch unsere selige Hoffnung auch nur im geringsten trüben. Ganz im Gegenteil! Daran können wir erkennen wo wir im Glauben stehen. Laufen wir immer noch Hand in Hand mit der geistlichen Mainstream-Masse, oder sind wir bereits auf dem schmalen Weg angekommen? Ja, zwischen dem breiten und dem schmalen Weg gibt es einen immensen Unterschied. Der schmale führt zum Leben, der breite in den Tod. Ist das ein Unterschied oder nicht?
SO wie der HERR mit den Waldensern – und all seinen treuen Kindern zu allen Zeiten war – SO wird er auch mit denen sein, die SEINEN Namen fürchten und IHN lieben. Der HERR ist treu und überlässt sein Volk nicht dem Feind. Das ist gewiss! – selbst wenn es manchmal anders scheint. In Josua 1,5b wärmt GOTT uns durch eine wunderbare Verheißung das Herz:
„Ich will dich NICHT verlassen, NOCH von dir weichen.“
Der Sieger steht fest: Jesus Christus! Jeder der treu an IHM festhält, gehört MIT IHM zu den Siegern. Wer aufrichtig mit Christus wandelt, wird gewiss auf Satans Erzfeindliste stehn – und in der Konsequenz mit gehörigem Widerstand rechnen müssen.
Doch wenn mein Name dort steht, und ich von ihm gehasst und verfolgt werde, dann weiß ich eins gewiss: Mein Name steht woanders auch – nämlich im Lebensbuch des Lammes!
Und DIES, mein geschätzter Freund, ist mit Abstand das höchste, edelste und kostbarste Ziel das ein Mensch auf Erden haben kann.
Möge der HERR uns mit der nötigen Kraft und Geduld ausrüsten, damit auch unsere Namen im wichtigsten Buch aller Bücher verzeichnet sein mögen. Dieses Buch ruht in GOTTES treuen Händen im Himmel.