Andacht

Andacht 1.10.’24

„Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“
(Mark. 16,15)

Folgende bewegende Geschichte möchte ich heute gerne mit euch teilen. Ob sie wahr ist, oder es sich um eine Parabel handelt, kann ich nicht sagen. Doch sie enthält eine kostbare Lehre.

Ein kleiner Junge zog sich dick an, ging zu seinem Vater und sagte:
„Ok Papa, ich bin bereit“
Sein Vater, der Pastor war, fragte:
„Bereit für was?“
„Papa, es ist Zeit nach draußen zu gehen und unsere Flugblätter zu verteilen.“
Papa antwortete: „Sohn, es ist sehr kalt draußen und es nieselt.“
Das Kind sah seinen Vater überrascht an und sagte:
„Aber Papa, die Menschen müssen doch auch an Regentagen etwas über GOTT erfahren.“
Der Vater erwiderte: „Sohn, bei diesem Wetter gehe ich nicht nach draußen.“
Voller Verzweiflung sagte das Kind:
„Papa, kann ich allein gehen? Bitte!“ Sein Vater wartete einen Moment und sagte dann: „Ja, du kannst gehen. Hier sind die Flugblätter, sei vorsichtig.“
„Danke, Papa!“
Damit verließ der Sohn das Haus und stürmte hinein den Regen. Der 11-Jährige ging durch alle Straßen des Dorfes, und verteilte die Flugblätter an die Menschen die er sah.
Nach zwei Stunden Fußmarsch durch Regen und Kälte, blieb er mit seinem letzten Flugblatt an einer Ecke stehen, um zu sehen ob er jemanden sah, dem er das Flugblatt geben konnte. Aber die Straßen waren völlig verlassen. Da wandte er sich dem ersten Haus zu das er sah, ging zur Haustür, klingelte mehrmals und wartete…….aber es kam niemand heraus.
Schließlich wandte sich der Junge vom Haus ab um zu gehen……..doch etwas hielt ihn auf. Er kehrte zur Tür zurück, begann weiter zu klingeln und mit den Fingerknöcheln kräftig an die Tür zu klopfen. Er wartete weiter. Schließlich wurde die Tür vorsichtig geöffnet, worauf eine Dame mit einem sehr traurigen Blick herauskam und sanft fragte:
„Was kann ich für dich tun, mein Sohn?“ Mit leuchtenden Augen und strahlendem Lächeln sagte das Kind:
„Gnädige Frau, es tut mir leid wenn ich Sie verärgert habe, aber ich möchte Ihnen nur sagen, dass GOTT Sie wirklich liebt und dass ich gekommen bin, um Ihnen mein letztes Flugblatt zu geben, das von GOTT und seiner großen Liebe erzählt.“
Der Junge gab ihr daraufhin das Flugblatt.
Sie sagte nur: „Danke, mein Sohn, GOTT segne dich!“
Am nächsten Sonntagmorgen stand der Pastor auf der Kanzel, und als der Gottesdienst begann, fragte er:
„Hat jemand ein Zeugnis oder etwas, das er mitteilen möchte?“
Vorsichtig stand eine ältere Dame aus der letzten Reihe auf. Als sie zu sprechen begann, ging ein strahlender, glorreicher Blick von ihren Augen aus:
„Niemand in dieser Kirche kennt mich. Ich war noch nie hier und letzten Sonntag war ich noch nicht einmal Christ. Mein Mann ist vor einiger Zeit gestorben und hat mich ganz allein in dieser Welt zurückgelassen. Letzten Sonntag war ein besonders kalter und regnerischer Tag. Es war so kalt und einsam in meinem Herzen, dass ich das Gefühl hatte ich sei am Ende des Weges angelangt und wollte nicht mehr leben.
Ich nahm einen Stuhl und ein Seil, ging auf den Dachboden meines Hauses, knüpfte eine Schlinge – und das andere Ende des Seils an den Dachsparren, kletterte auf den Stuhl und legte mir das Seil um den Hals.
Da stand ich nun auf dem Stuhl, so allein und untröstlich, dass ich mich geradewegs vom Stuhl stürzen wollte, als ich plötzlich ein lautes Klopfen an der Tür hörte.
Da dachte ich: „Ich warte einen Moment, und wer immer es ist, er wird wieder gehen.“
Ich wartete und wartete, aber das Klopfen an der Tür wurde immer lauter und lauter bis ich es nicht mehr ignorieren konnte.
Also fragte ich mich, wer könnte das sein? Es kommt nie jemand an meine Tür oder besucht mich! Ich löste das Seil von meinem Hals und ging zur Tür, während die Glocke immer noch läutete und an die Tür geklopft wurde. Als ich die Tür öffnete, traute ich meinen Augen nicht, denn vor meiner Tür stand das strahlendste und engelsgleichste Kind, das ich je gesehen hatte. Sein Lächeln, oh, ich kann es nicht beschreiben! Die Worte, die aus seinem Mund kamen, ließen mein Herz, das so lange tot gewesen war, wieder lebendig werden, als er mit der STIMME EINES CHERUBIM sagte:
„Lady, ich möchte Ihnen nur sagen, dass GOTT Sie wirklich liebt.“

Freunde, wieviele schöne und wunderbare Erfahrungen mit GOTT haben wir im Leben wohl schon verpasst?
Wie oft wir wohl anderen Menschen zum Segen hätten werden können, wir jedoch unbedacht und unklug gehandelt oder geredet haben?
Wieviele unzählige Möglichkeiten uns GOTT der HERR wohl schon geschenkt hat um anderen zu dienen………wir es jedoch bevorzugt haben uns selbst zu dienen?
Manchmal reicht die kleinste Kleinigkeit aus. Der Heilige Geist kann sogar das einfachste, von Herzen kommende Lächeln dazu gebrauchen, einem niedergeschlagenen und verzweifelten Menschen im Handumdrehen die Sonne wieder im Herzen scheinen zu lassen.

Möge der HERR uns wachsame Augen schenken, damit wir für die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen nicht blind werden – sondern zum Segen.
So lebte Jesus.