Andacht 10.10.’24
“Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!“
(Joh. 1,46)
Eine seltsame Bemerkung von Nathanael, nicht wahr? Ohne Jesus zu kennen, hat er ihn gleich mal zur Sicherheit schön sorgfältig in eine Schublade „aufgeräumt.“ Aus Nazareth? Da kann doch nichts Gutes kommen!
Nun Freunde, mit diesem Problem haben wir es bis heute zu tun. Vorurteile bzw. vorschnelle Meinungsbildung, OHNE die Sache oder Person näher zu betrachten. Das ist immer schlecht. Doch leider ist dieses Problem bis auf den heutigen Tag nicht ausgestorben. Es ist allzeit präsent und existent. Schubladendenken hat ganze Volksgruppen, Nationen und Völker „ruiniert,“ weil man ihnen einfach ein Etikett verpasst hat.
Schauen wir uns doch mal ein normales Alltagsbeispiel an:
Produkte aus China. Viele würden jetzt vermutlich sagen:
“Finger weg, alles Schrott.“ Im heutigen Jargon, hat sich ein allseits bekannter Begriff den man immer wieder hört, erfolgreich etabliert. Nämlich: „Chinaschrott.“ Natürlich kommt von dort auch genug Schrott……..aber eben noch lange NICHT alles.Es gibt auch mengenweise gute, qualitativ hochwertige Sachen aus China. Ein typisches Vorurteil – um nur mal eines zu nennen. Davon gibt es hunderte, ja tausende Beispiele. Und genau hier liegt das Problem. Wir sind durch eigenes – und teilweise auch vorgegebenes Schubladendenken – beeinflusst und manipuliert, weswegen wir vielen Dingen in unserem Leben KEINE Chance mehr geben. Kirche und GOTT? Ach lass mich doch mit sowas in Ruhe. Alles Heuchler und Betrüger. Jahrzehntelanger Missbrauch von Kindern durch Priester u.v.m.
Und so wenden sich Menschen von GOTT ab. Doch genau hier liegt der Fehler. Selbstverständlich ist es auf’s schärfste zu verurteilen wenn Kinder mißbraucht werden. Das steht ausser Frage! Aber was hat das mit GOTT zu tun? Tut etwa GOTT sowas? Nein – natürlich nicht! Auch in Kirchen und Gemeinden hat der Teufel seine Leute, mit denen er fleißig und erfolgreich arbeitet. Aber der Mensch steckt – wie so oft – einmal wieder alles in EINE Schublade, klebt das entsprechende Etikett drauf, dreht sich um und geht. Für die meisten Menschen bedeutet Kirche gleich GOTT – und sie möchten davon nichts mehr wissen. Ist uns bewusst, dass wir mit unserem Seelenheil spielen wenn wir das tun? Es gibt in Kirchen und Gemeinden viele unbekehrte Seelen, die die Sünde lieben und sie einfach tun, ohne sich auch nur die geringsten Gedanken zu machen. Das hat aber NICHTS mit GOTT zu tun. Eine Beziehung zu Jesus ist etwas sehr persönliches. Projiziere niemals die bösen Taten böser Menschen auf den Glauben.Der echte biblische Glaube verurteilt das Böse auf’s schärfste. GOTT identifiziert sich niemals mit Menschen, die in der Kirche oder Gemeinde sind und die Sünde lieben. Niemals!
Darum, bevor du dich dazu hinreißen lässt und sagst: “Ach nee, lass mich mit GOTT in Ruhe…….schau doch was die Kirchen für schlimme Sachen machen“………überlege ganz GENAU. Dein Seelenheil hängt von deiner persönlichen Beziehung zu GOTT ab. Willst du wirklich damit spielen, indem du unschöne Dinge die in Kirchen/Gemeinden passieren als Vorwand nimmst um sie – und als Folge davon – auch GOTT zu meiden? Wirf nicht alles in einen Topf und sag nicht automatisch:
“Was kann denn aus der Gemeinde/Kirche Gutes kommen?“
Der HERR helfe uns, damit wir begreifen wie wichtig es ist zu prüfen – und zu überlegen – ehe wir die Schublade öffnen.
GOTT der HERR segne uns.