Andacht 10.12.’24
„Als sie aber dies hörten, wurden ihre Herzen durchbohrt, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.“
(Apg. 7,54)
Situationsbeschreibung:
Wir befinden uns bei Stephanus, als dieser gerade eine Rede hält. Doch nicht irgendeine…….. sondern eine die es absolut IN sich hat. Kraftvoll und mit echter Vollmacht!
Doch wie kam es dazu – und worum ging es in dieser Rede?
Nun, Stephanus wurde zu Unrecht verklagt und musste sich vor dem Hohen Rat verantworten. Diese Gelegenheit nutzte er, um den geistlich-verantwortlichen Israels die Wahrheit ungeschminkt zu präsentieren. Dabei machte er ihnen klar und deutlich, dass der HERR immer wieder durch Patriarchen und Propheten arbeitete um sein Volk zu führen……… doch ihre Väter es waren, die sie töteten. Und nun, als der lang ersehnte und verheißene Erlöser endlich kam, waren sie es die ihn umbrachten. Ihre Väter töteten die Propheten……..und sie den Erlöser. WAS wird wohl die Reaktion des Hohen Rates auf diese klaren Worte sein? Wir finden es im obigen Andachtsvers. Eine völlig normale und logische Reaktion, wenn DEIN HERR NICHT der GOTT Abrahams, Isaaks und Jakobs ist, sondern der Widersacher. Was dann folgte, wissen wir. Stephanus wurde mit einer unbändigen Wut durch die Hand vermeintlicher Repräsentanten GOTTES getötet.
Hier begannen sich die Worte Jesu aus Johannes 16, 2-3 langsam zu erfüllen:
„……..es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, GOTT einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie WEDER den Vater NOCH MICH kennen.“
So wie die Propheten und Jesus……. so erwartete auch ihn das gleiche Schicksal. Wie geht es uns heute, wenn wir mit der Wahrheit konfrontiert werden? Wenn wir ermahnt und zurechtgewiesen werden? Ist das nicht absolut unpopulär und völlig conträr zur Philosophie des heutigen Zeitgeistes? Freunde, was ich uns jetzt ans Herz legen möchte, ist wirklich wichtig. Die natürliche, menschliche Reaktion auf sowas, ist meistens dieselbe wie auch damals bei Stephanus. Warum?
Weil die Bibel uns sagt, dass des Menschen Herz von Grund auf Böse ist (1. Mose 8,21 + Jer. 17,9). Die natürliche Neigung des Menschen geht immer zur Sünde hin. Darum ist DAS, was Jesus in der berühmten nächtlichen Unterredung mit Nikodemus sagte, so enorm wichtig. Nämlich, dass ein Mensch von neuem geboren werden MUSS,da er sonst in seinem natürlichen Zustand NICHT gerettet werden kann. Zähneknirschen, Wut, Rebellion usw…….. all das gehört zur natürlichen Reaktion, wenn der Mensch durch die klare und ungeschminkte Wahrheit, Ermahnung und Zurechtweisung erfährt.
Doch Freunde, lasst uns NICHT “natürlich“ reagieren. Lasst uns SO darauf antworten, wie es ein kluger Mensch tut, damit es uns am Ende zum besten dient. So, dass der HERR und der ganze Himmel sich freuen kann. Wann freut sich der ganze Himmel? In Lukas 15 wird es uns gesagt:
Wenn ein Mensch Buße tut. Wenn er seine Schwachheit, seine Fehler und seine Sünden erkennt – und damit in aller Demut zum Kreuz kommt. Der Weg zum Sieg führt immer über Golgatha. DAS ist Stärke und wahre Größe. Denn so, und nur so kann der HERR uns den Weg in sein Reich ebnen. Erkenntnis der Sünde – und als Folge davon Buße und Umkehr. Der Hohe Rat (die religiösen Führer Israels), weigerte sich den Ermahnungen des Heiligen Geistes Gehör zu schenken. Damit baut man nicht……… sondern VER-baut sich jegliche Möglichkeit in’s Reich GOTTES zu kommen. Darum Freunde, lasst uns klug und behutsam sein wenn wir ermahnt und zurechtgewiesen werden. Sei es durch unser Gewissen, durch Menschen, durch Lebensumstände……… wodurch auch immer. Bevor wir unserer natürlichen Neigung nachgeben, indem wir verärgert, wütend oder gar mit Hass reagieren, lasst uns IMMER zuerst den HERRN auf Knien suchen. GOTT möchte unseren Charakter formen und für die Ewigkeit vorbereiten! Wie aber soll das gehen, wenn wir „zähneknirschend“ und mit Härte und Sturheit auf Ermahnung und Zurechtweisung reagieren? Vergiss NIE:
Wenn der HERR einen Menschen beauftragt hat, dir und mir ermahnende Worte zu bringen, wir jedoch „natürlich“ darauf reagieren, dann stellen wir uns nicht gegen den Menschen, sondern gegen den Heiligen Geist. NICHTS wird wird am Ende zu einer größeren Tragödie führen, als dem Heiligen Geist kontinuierlich zu widerstehen.
Möge der HERR, unser Töpfer, auch heute MIT uns sein…….. und uns zu edlen, kostbaren Gefäßen in seiner Hand formen. Wie schön ist es für den Heiligen Geist, wenn er OHNE Widerstand und Hindernisse sein Werk in uns vollbringen – und vollenden kann. DAS ist es mein geschätzter Freund, was ich Dir und mir von Herzen wünsche.