Andacht

Andacht 11.10.’24

„ES IST VOLLBRACHT!“
(Joh. 19,30)

Guten Morgen liebe Freunde.
Lasst uns heute dieses Bild mit den folgenden Zeilen auf uns wirken.

WAS bedeutet ER MIR wirklich?

Gekreuzte Balken rauh und schwer,
auf Jesu wundgeschlagnem Rücken.
Die Last ist drückend und schmerzt sehr,
die Qual will unsern HERRN erdrücken.

Sein eignes Kreuz trägt er hinaus,
zum Richtort geht er schweißgebadet,
kein Mensch hilft aus der Not heraus,
niemand, der jetzt den Heiland labet.

Die Schädelstätte heißt der Ort,
wo man ihn schleppt und wo er leidet,
die Schwerverbrecher bringt man dort,
ein Platz den mancher meidet.

Die Ordnungskräfte schlagen dann,
dem Heiland Nägel in die Hände,
den Schmerz sich niemand denken kann,
nimmt denn das Leiden gar kein Ende?

Da hängt er nun am Kreuzesstamm,
der Gottessohn so ganz verlassen.
Im Todeskampf das Opferlamm,
welch Seelenpein, die kaum zu fassen.

Maria, seine Mutter steht,
beim Kreuz, sie denkt: „Was soll’s noch werden?“
Ihr Sohn hängt dort und sie versteht:
„S’ ist hoffnungslos, er wird jetzt sterben.“

Mit letzter Kraft mahnt Jesus dann,
Johannes, auf die Mutter weisend:
„Nimm sie als deine Mutter an,
hilf ihr, GOTT damit preisend!“

Er leidet Durst – ist niemand da?
Man gibt ihm Essig, ihn zu laben,
die Zeit für Jesus ist jetzt nah’,
man hört ihn laut und deutlich sagen:

„Es ist vollbracht!“ – oh Siegesschrei,
der Herr stößt aus die letzten Worte.
Der Tempelvorhang reißt entzwei,
hier stirbt der Sieger an dem Orte.

Wer glaubend sich zu Jesus naht,
wer abgekehrt sich von seiner Sünd’,
wer ihn zum HERRN erwählet hat,
der wird aus Gnade GOTTES Kind.

„Weil du, HERR, mich zuerst geliebt,
sollst Du mir immer alles bleiben.
Weil Du es bist, der Frieden gibt,
soll nichts mich je von dir, HERR, scheiden!“

(Heinrich Ardüser, 2017)