Andacht 11.12.’24
„Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was fordert doch dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden!“
(Mark. 8, 11-12)
Gibt es das heute auch noch? Menschen, die erst dann bereit sind zu glauben wenn sie ein Wunder sehen? Kann ich mir gut vorstellen. Angenommen du glaubst nicht an GOTT, aber du betest, dass morgen früh an deinem Kirschbaum im Garten Bananen statt Kirschen hängen.
Am nächsten Morgen gehst du in den Garten – und siehe da, der Kirschbaum hängt voller Bananen.
Würdest du nicht staunen? Sicherlich!…….. keine Frage. Wer würde das nicht? Doch jetzt wird´s ernst. Wäre DAS für dich ausreichend, um ab jetzt an GOTT zu glauben? Vielleicht schon, da du überwältigt, ergriffen und komplett sprachlos bist. Doch was wäre das für ein Glaube? Du hättest einen Allmächtigen GOTT erfahren der gewaltige Wunder tun kann, mehr aber nicht. Dein Glaube wäre ein „Sensationsglaube,“ der sich binnen kürzester Zeit in Luft auflöst. Genau DAS wollte Jesus vermeiden. Die Pharisäer wollten ihm ständig eins auswischen. Sie verlangten Zeichen und Wunder, doch ihr Herz war fern von GOTT. Könnte es uns heute genauso gehen? Könnte es sein, dass wir vielleicht nur „sensationsgierig“ sind? Ja, wir wollen erleben wie GOTT wirkt und eingreift…….. wie er gewaltige Wunder tut, indem er aus Wasser Wein macht und vor unseren Augen über den See läuft.
Das wär doch mal ne mega Sache, nicht wahr? Und doch würde es uns nicht befriedigen. Vielleicht für den Moment, aber gewiss nicht auf langfristig. Ein physisches Wunder kann eine zerbrochene und leere Seele nicht heilen. Hier bedarf es weit mehr……. nämlich eines geistlichen Wunders. Das größte Wunder aller Zeiten, war nicht die Teilung des roten Meeres, der sprechende Esel Bileams oder der Stillstand von Sonne und Mond bei Josua.
Das GRÖSSTE Wunder aller Zeiten, ist ein chirurgischer Eingriff. Nämlich, wenn der Heilige Geist es schafft, das steinerne Herz in unserem Körper zu entfernen, und ein fleischernes dafür einzusetzen (Hes. 36, 26-27). Die Bibel nennt solch einen „Eingriff“ Neugeburt bzw. Bekehrung. Dieser Eingriff kann NUR mit vorheriger Zustimmung, Einwilligung und auf Wunsch des Patienten durchgeführt werden. An diesem Punkt beginnt bereits das Wunder.
Jesus möchte dir keinen „Sensationsglauben“ vermitteln, sondern einen ECHTEN, der Bestand hat. Eines der lebendigsten Beispiele für solch einen Sensationsglauben, finden wir zur Zeit des Wirkens Jesu. Oft folgten ihm Scharen von Menschen, die von seinen Wundern gehört und sie gesehen hatten, in der Hoffnung dass er auch in ihrem Leben eins tut……. z.B. Heilung usw. Jesus war oft von vielen Menschen umgeben, die in absoluter Begeisterung über seine Taten und Wunder schwelgten. WO aber waren all diese Scharen, als Jesus gefangengenommen, misshandelt, verurteilt und hingerichtet wurde? Alle verschwunden, keine Spur mehr von ihnen. Warum?
Während seiner Zeit des Wirkens glaubten viele an ihn. Ja, sie waren überwältigt von seinem Wesen und seiner unglaublichen Macht. Doch bei den meisten war es ein Sensationsglaube…….. denn im entscheidenden Moment wandten sie sich von ihm ab.
Mein Freund, das Fundament echten biblischen Glaubens, ist nichts anderes als unsere persönliche Beziehung zu Jesus. Dann werden „physische“ Wunder in deinem Leben (die er garantiert tun wird) zur Nebensache. Du wirst das größte Wunder darin erleben, wie ER Herzen verändert. Menschen, deren Leben von Haß, Neid, Zorn und Egoismus geprägt war, wirst du plötzlich NICHT mehr wiedererkennen. In 2. Korinther 5,17 drückt es Paulus folgendermaßen aus:
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
Bist du bereit für dieses Wunder? Dieses Wunder ist kein einmaliges Ereignis. Natürlich hat es einen Anfangspunkt……..doch dann geschieht es täglich, wenn wir uns täglich dem HERRN weihen und übergeben.
Wenn unser Glaube jedoch NICHT auf dem Fundament Christus gegründet ist, sondern nur auf Wundern beruht, werden wir uns am Ende noch wundern.
Möge der HERR unseren Glauben auch heute stärken und gedeihen lassen.