Andacht 11.7.’24
Guten Morgen liebe Freunde. Heute möchte ich gerne ein paar Gedanken mit euch teilen, bei denen man auf’s erste vielleicht meinen würde dass es recht wenig mit dem Evangelium zu tun hat……..doch beim näheren betrachten, wendet sich das Blatt. In Philipper 4,8 und Römer 12,17 sagt uns Paulus folgendes:
„Liebe Brüder: ALLES, was wahr ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was unanstößig ist, sei es irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes, darauf seid bedacht……..seid bedacht auf DAS, was ehrbar ist vor allen Menschen!“
Christsein umfasst weit mehr als nur die Kirche besuchen, singen und „fromm“ sein.
Echte Nachfolge durchdringt JEDEN Bereich unseres Lebens.
Dieser kurze kleine Videoclip, den mir dankenswerter Weise eine Glaubensschwester zuschickte, hat mich selbst auch zum nachdenken gebracht.
Als ich hörte was der junge Mann sagte, fielen mir sofort die beiden Andachtsverse von Paulus ein. Den kleinen, unscheinbaren Dingen messen wir kaum Bedeutung zu. Sie sind zu „klein und unbedeutend“…….und dazu rauben sie nur kostbare Zeit. Wirklich?
Wie oft wollten die Jünger Jesus vor solch „kleinen unbedeutenden“ Dingen bewahren. Ganz nach dem Motto: „Lass den Meister in Ruhe, er hat keine Zeit für sowas.“
Eines der prominentesten Beispiele finden wir in Markus 10, 13-16, als Jesus die Jünger – nachdem sie verhindern wollten dass die Kinder zu IHM kommen – zurechtwies mit den Worten:
„Lasset die Kinder zu mir kommen…..!“
Ach, was sind schon Kinder. Die Gesellschaft ist voll von Erwachsenen Menschen mit echten, ernsten Problemen. DENEN muss Jesus sich widmen und helfen…….nicht mit Kindern „spielen.“ Nein Freunde, es sind genau DIE Dinge, die uns vielleicht gering oder unwert scheinen, an denen Jesus NICHT vorbeigeht.
Das betrifft alle Bereiche des Lebens. Paulus sagt NICHT, dass wir auf Dinge bedacht sein sollen um Lob zu bekommen……..sondern die lobenswert sind. Ist ein riesen Unterschied. Die Motivation soll niemals Lob, sondern Liebe sein.
Aus Liebe zu meinem Nächsten, wisch ich vielleicht mal das Waschbecken ab.
Aus Liebe zu meinem Nächsten, überlasse ich – obwohl ich zuerst vor der letzten Parklücke stand – der alten Frau den Parkplatz.
Aus Liebe zu meinem Nächsten, setze ich mich neben den Obdachlosen und hör ihm einfach mal zu, statt im vorbeigehen 50 Cent in den Pappbecher zu werfen.
Aus Liebe zu meinem Nächsten, mach ich meinem Arbeitskollegen ein ehrliches Kompliment der Wertschätzung.
Aus Liebe zu meinem Nächsten besuche ich meinen Nachbarn im Krankenhaus, obwohl es mir zeitlich überhaupt nicht passt.
Jeder Mensch hinterlässt Spuren im Leben. Die Frage nach dem „ob“ stellt sich gar nicht……..sondern „WELCHE?“
Sind meine Spuren ein Wohlgeruch für meine Mitmenschen, oder sind sie eher gewöhnlich, von Egoismus, Habgier und Stolz gezeichnet? Die Spuren Jesu waren SO beeindruckend, dass sogar der große Pilatus nicht anders konnte als auszurufen: „SEHT, WELCH EIN MENSCH!„
Wahre Lebensqualität werden wir erst durch Dienen erfahren. Die Freude Jesu bestand im Dienst an seinem Nächsten. Die Freude, zu erleben wie dein Mitmensch sich über deine Geste der Liebe freut, ist mit Abstand die schönste. Leid und Elend gibt’s genug in dieser Welt. Wir können es durch unser Verhalten verstärken……..oder auch lindern. Jesus schenkte den Menschen Freude und Hoffnung. Es müssen nicht die großen spektakulären Dinge sein……..sondern die einfachen, kleinen Dinge des Alltags, bergen das Potenzial für die größten Veränderungen. Warum nicht heute damit beginnen?
Möge der Heiland uns helfen, in SEINEN Fußstapfen, zu SEINER Ehre zu wandeln.