Andacht

Andacht 14.2.’25

„Was nennt ihr mich aber HERR, HERR, und tut nicht, was ich euch sage?“
(Luk. 6,46)

Manchmal frage ich mich, wenn Jesus morgen für einen Tag auf die Erde käme um der Christenheit eine Frage zu stellen…….. welche Frage wäre das?
Wir wissen dass er immer direkt war, jedoch stets in einer liebevollen, einfühlsamen Art. Er nannte die Probleme bei Namen – und präsentierte im gleichen Atemzug auch schon die Lösung. Jesus war kein Ankläger oder Schwarzmaler, aber sehr wohl ein Realist. Er war auch kein Träumer oder Schönredner, sondern brachte die Fakten auf den Tisch und räumte auf, wo es etwas zum aufräumen gab.
Doch welche Frage würde er uns heute stellen? Könnte es sein, dass es genau die gleiche ist die wir im obigen Andachtsvers lesen? „Was nennt ihr mich aber HERR und tut nicht was ich euch sage?“
Genau das ist der springende Punkt. Stell dir vor du bist ein Büroangestellter einer Firma. Dein Chef sagt zu dir: „Kommen Sie morgen bitte um 07:00 Uhr mit Krawatte und Anzug.“
Was würde dein Chef tun wenn du am nächsten Tag erst um 10 kommst, und das in einer schmutzigen, zerrissenen Arbeitshose mit beflecktem Hemd? Interessant, nicht wahr? Bei unserem Arbeitgeber würde uns sowas nie einfallen, oder? Warum aber nennen wir Jesus unseren „Chef“ (HERR) und tun nicht was er uns sagt?
Welches Recht nehmen wir uns raus, seine Gebote zu verändern?
Kraft welcher Autorität legen wir seine Ordnungen und Weisungen beiseite?
Womit rechtfertigen wir die Tatsache dass wir tun was WIR wollen, anstatt SEINEN Willen zu tun?
Ist das nicht ein bißchen komisch? Wirkt es nicht befremdend? Wie kann ich mich Christ nennen und Jesus ablehnen, indem ich meinen Willen für höher erachte als SEINEN?
Wer würde sich FC-Bayern Fan nennen und den ganzen Tag mit einem Werder Bremen T-Shirt rumlaufen?
Freunde, ist es nicht genau DAS was wir tun wenn wir Jesu Worte ablehnen? Wir brauchen ihn nicht HERR zu nennen, wir brauchen uns auch nicht Christen nennen wenn wir seinen Willen mißachten. Das ist Spott. Und der HERR sagt: „Irret euch nicht, GOTT lässt sich nicht spotten.“
Warum ist das so schlimm und absolut verwerflich? Ganz einfach:
Als Nachfolger Jesu repräsentieren wir natürlich Jesus, oder etwa nicht? Doch was für Folgen wird es haben, wenn wir weltliche Dinge die von der Bibel glasklar als Sünde bezeichnet werden, GUT heißen? Ganz klar – wir vermitteln unserem Nächsten ein völlig falsches Gottesbild. Nicht nur das, wir vertreten sogar den Feind GOTTES, nämlich Satan, indem wir – wenn wir Sünde gut heißen – seinen Willen tun.
Freunde, es liegt nicht in meiner Absicht jemanden zu verurteilen. Das sei ferne. Was ich jedoch gerne möchte, ist einfach einen kleinen Denkanstoß geben. Was würdest du als Chef einer Firma Namens X tun, wenn dein Außendienstmitarbeiter bei deinen Kunden ständig die Produkte von Firma Y anpreist? Wie stark würdest du dich repräsentiert fühlen? Wie loyal wäre dein Mitarbeiter dir gegenüber? Jesus wird rasch wiederkommen……… und wenn er wiederkommt, wird es nur noch zwei Gruppen von Menschen geben. Diejenigen die seinen Willen getan – und damit würdevoll die „Firma X“ repräsentiert haben – und diejenigen die zwar vorgegeben haben die „Firma X“ zu repräsentieren, jedoch in Wirklichkeit die „Firma Y“ vertreten haben. Diese Frage sollten wir NICHT auf die leichte Schulter nehmen. Wen repräsentiere ich tatsächlich in meinem Leben?
Der HERR helfe uns, auf der richtigen Seite zu stehen. Doch bedenke – das können wir nicht dem Zufall überlassen.
Immanuel – GOTT mit uns!