Andacht 14.3.’25
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“
(Ps. 121, 1-2)
Folgenden interessanten Satz las ich vor einiger Zeit:
„Bete – und dann lass es kommen. Versuche NICHT das Ergebnis zu manipulieren oder zu forcieren. Vertraue ALLEIN dem HERRN, dass er die richtigen Türen zur richtigen Zeit öffnet.“
Das Gebet. Ein äußerst bedeutsames – und gleichzeitig weit unterschätztes Thema. Welchen Stellenwert hat es heute noch unter Christen? Was bedeutet Gebet für Dich persönlich?
Wie oft hast du folgenden Satz schon gehört – oder gar selbst gesagt:
„Da hilft nur noch beten.“
Scheint auf’s erste ganz normal…….. nichts ungewöhnliches daran. Doch lasst uns mal etwas genauer schauen was hinter dieser Aussage steckt. Was tut ein Mensch im Normalfall wenn er ein Problem hat? Nun, er geht es an, was sonst. Sei es ein Problem in der Familie, ein Problem mit seiner Arbeitsstelle, ein kleines Problem, ein großes……. ganz gleich welcher Natur es auch sein mag.
Nehmen wir mal an du brichst dir den Fuß. Der Bruch ist sehr kompliziert. Eine Vielzahl an Operationen haben den gewünschten Erfolg nicht herbeigeführt. Du gehst von einem Facharzt zum nächsten. Du reist sogar ins Ausland, weil du von einem ausgezeichneten Spezialisten auf diesem Gebiet gehört hast – auf den du nun deine ganze Hoffnung setzt. Und so investierst du Unmengen an Zeit, Energie und Geld, damit du wieder gesund wirst. Am Ende sagt dir der Arzt: Wir werden noch eine letzte OP durchführen, aber ich mache Ihnen keine große Hoffnung…….. der Fuß muss wahrscheinlich amputiert werden. Was kommt dann? Ist doch klar – der berühmte Satz: „Jetzt hilft nur noch beten.“
Nun, ist das falsch? An sich nicht. Doch an dieser Stelle hab ich eine traurige Feststellung gemacht. Oft versucht der Mensch in den Krisensituationen seines Lebens die Angelegenheit selbst, aus eigener Kraft zu meistern. Wenn er dann – nachdem er das Problem lang genug hin und her gewälzt hat – mit seinem Latein am Ende ist, wendet er sich in seiner Verzweiflung an GOTT.
Fällt dir etwas auf? Aber selbstverständlich. Wir machen GOTT zur letzten Wahl. Warum gehen wir mit unseren Sorgen nicht sofort zu IHM? Warum plagen wir uns soviel rum, bis wir erschöpft resignieren? Das ist traurig. „Jetzt hilft nur noch beten,“ ist ein trauriges Zeugnis für einen Christen. Lasst uns mal versuchen das ganze von der anderen Seite anzugehen. Gib, sobald wieder eine Herausforderung in deinem Leben auftaucht, sie gleich GOTT ab – und DANN vertraue IHM voll und ganz. Unternimm keine Versuche IHM zu „helfen,“ indem du ihn mit Vorschlägen zur Lösung dieser Angelegenheit „berätst.“ Fang auch nicht an nervös oder unruhig zu werden. GIB AB*m und vertraue. Vertraue und glaube, dass SEINE Lösung die einzig perfekte für dein Leben ist. In Klagelieder 3, 24+26 sagt der HERR durch Jeremia zu Dir und zu mir:
„Der HERR ist mein Teil, bekennt meine Seele; drum will ich auf IHN hoffen………GUT ist es, geduldig zu sein und schweigend zu warten auf die Hilfe des HERRN.“
Freunde, wir haben einen wunderbaren GOTT, der uns nicht allein lässt. Und noch etwas:
Wenn du IHM – im völligen Vertrauen und mit aller Geduld – deine Sorgen übergibst, dann hat das einen gigantischen Nebeneffekt. Du wirst nicht mehr bedrückt und niedergeschlagen durch die Gegend laufen, sondern kraftvoll mit Hoffnung und Zuversicht……. denn du weißt: *Der HERR kümmert sich um mich!* Vom Gebet wirst du dann voller Jubel und Freude aufstehn und dir sagen: „Ich kann’s kaum erwarten zu sehen, WAS der HERR hier tun wird.“
Doch weil sich bei den meisten Menschen ein wesentlicher Teil ihres Lebens um ihre eigenen Sorgen, Probleme und Nöte dreht, haben sie keine Kraft und Zeit mehr für andere da zu sein. Und DAS ist eine völlig unterschätzte, gefährliche Abwärtsspirale. Sehnst du dich nicht danach, aus diesem Hamsterrad rauszukommen? Gib GOTT die Chance dir zu zeigen wie wunderbar es ist, IHM ALLES vertrauensvoll abzugeben. Mit den Worten Davids aus Psalm 37,5 möchte ich nicht nur abschließen, sondern sie uns mit aller Wärme ans Herz legen:
„Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, ER wird’s wohlmachen!“