Andacht

Andacht 15.11.’24

„Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird;“
(2. Mose 14,13)

Die Stunde der Wahrheit war gekommen. Die Hebräer waren schon eine Weile weg, als der Pharao es sich plötzlich anders überlegt hatte. Er konnte und wollte es nicht akzeptieren, dass seine Sklaven von einem Tag auf den anderen einfach weg waren. Darum beschloss er ihnen nachzujagen, um sie wieder in den Frondienst zurück zu holen. Doch diese Rechnung hatte er OHNE GOTT gemacht. Der Beschluss und Plan GOTTES mit seinem Volk stand fest.
Am Meer angekommen, erblickte das Volk plötzlich eine riesige Staubwolke fern hinter sich, die sich sehr schnell als das Heer der Ägypter entpuppte. Plötzlich wurden sie überrollt………jedoch nicht von den Ägyptern, sondern von Zweifel, Angst und Sorgen. Panik machte sich unter ihnen breit und ihre Hoffnung schwand von Minute zu Minute. Sie klagten Mose an und murrten heftigst gegen ihn.
Freunde, die Geschichte Israels ist äußerst bedeutsam für uns heute. In Kapitel 10 des ersten Korintherbriefs, ermahnt uns Paulus sie sorgfältig zu studieren – und daraus zu lernen. Warum?
Damit wir die Fehler Israels nicht wiederholen. Was aber waren ihre Fehler? Nun, es gab einige……..doch heute möchte ich den Focus auf ein ganz bestimmtes Problem richten. Mangelnder Glaube gefolgt von Klagen und Murren. Ist dieses Phänomen heute unter Christen und Nachfolgern Jesu noch präsent?
Nun, ich glaube nicht nur dass es noch präsent ist, sondern dass es sogar noch deutlich intensiver vorhanden ist als damals. Im Umkehrschluss müssen wir traurigerweise auch gleichzeitig feststellen, dass wir aus der Geschichte Israels nicht gelernt haben. Was ist das Problem? Nun, auch heute geraten Gläubige in schwere Lebensumstände. Situationen die ihnen stark zusetzen und jegliche Kraft und Hoffnung zu rauben scheinen. Diese Momente sind SEHR bedeutsam für uns, da hier die Weichen gestellt werden. Bleibe ich im Vertrauen auf IHN und sein Wort fest verwurzelt……..oder kehre ich ihm den Rücken zu?
Wofür entscheide ich mich im entscheidenden Moment? Für den Glauben oder für den Zweifel? Für das Murren und Klagen, oder für die Dankbarkeit? Dankbar in SOLCH einer Situation? Wie soll das bitte gehen?
In Jakobus 1,2 sagt uns der HERR:
“Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird.“
Ziemlich heftig was GOTT hier verlangt………oder vielleicht doch nicht?
Freunde, GOTT schickt uns die Prüfungen im Leben nicht um daran zu zerbrechen, sondern damit unser Glaube SO stark wird, dass er nie wieder zerbricht. Und jetzt kommt die Gute Nachricht.
Inmitten dieser Prüfungen wird er uns NICHT alleine lassen, denn ER hat seinen Kindern verheißen:
“Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. Denn ich bin der HERR, dein GOTT, der Heilige Israels, dein Erretter!“
(Jesaja 43, 2-3)
Fällt dir an dieser Verheißung etwas auf? Achte genau darauf: GOTT sagt nicht: “Wenn du *vor* dem Wasser stehst und Angst hast…….oder, wenn du vor den Flammen stehst und dich fürchtest……..“
Nein, er sagt: “Wenn du durchs Wasser gehst…….und wenn du durchs Feuer gehst.
Meine geschätzten Freunde, wenn wir vor harten Glaubensprüfungen stehen, wartet GOTT sehnsüchtig darauf dass wir weiter gehen. Hab keine Angst vorm Wasser! Hab keine Angst vorm Feuer! Geh einfach! Geh im festen Vertrauen auf den Allmächtigen – denn spätestens ab hier, bist du GANZ in SEINER Hand. ER übernimmt die VOLLE Verantwortung für dich – wenn du IHM uneingeschränkt vertraust.
„Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch HEUTE bereiten wird;“
Diese Worte ruft der HERR auch Dir heute in dieser Stunde zu. Lass dem Feind keinen Raum – denn er hat nur ein Ziel: Dich zu entmutigen und damit zu Fall zu bringen. Doch GOTT hat einen wunderbaren Plan und ein herrliches Ziel mit Dir. Die Entscheidung, auf welche Seite wir uns stellen, liegt allein bei uns.
Zweifel, Murren und Resignation………oder vertrauensvoll mit Kraft im Glauben vorwärts gehn? Wie wunderbar drückt es die Schrift in Psalm 84, 6+8 aus:
„Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, wohl denen, in deren Herzen gebahnte Wege sind!……..Sie schreiten von KRAFT zu KRAFT, erscheinen vor GOTT in Zion.“
In schweren Zeiten, sollten wir uns die elementare Frage stellen:
Wird die Krise MICH in die Knie zwingen – oder beuge ich meine Knie vor GOTT, und zwinge damit die Krise in die Knie?
Möge der HERR uns die nötige Kraft schenken, uns zu jeder Zeit, an jedem Ort, für IHN zu entscheiden.