Andacht

Andacht 18.12.’24

„Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, SO wird er handeln.“
(Psalm 37,5)

Wege finden

Ein Soldat geriet mit vielen anderen Kameraden in Kriegsgefangenschaft. Sehr harte Arbeit, eine rauhe Behandlung und schlechte Ernährung, brachten sie an den letzten Rand ihrer Lebenskräfte. Tief verzweifelt dachten sie sehnsuchtsvoll an ihr Zuhause.
Ein Überleben dieser Strapazen wurde immer unwahrscheinlicher. Die Belastung immer größer, die Kräfte immer kleiner.
Schließlich war einer so zermürbt, dass er nicht mehr weiter konnte. Ohne jede Hoffnung wollte er seinem Leben ein Ende machen. Er wusste auch schon wie, denn es gab eine sichere Art von Selbstmord. Einfach in den Stacheldraht des Lagers laufen, und man wird sofort von den Wachen erschossen.
Fest entschlossen ging er auf die Umzäunung zu, als ihm plötzlich der Wind ein Blatt Papier vor den Bauch wehte. Eine Böe drückte es fest an seinen Körper, worauf er das Blatt nahm und darin eine Seite aus dem Militärgesangbuch erkannte.
Die Seite in beide Hände nehmend, las er darauf folgendes:
„Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege, des der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden, gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“
Da schrie er im Gebet zu GOTT:
„HERR, wenn das wahr ist, dass du Wege hast, dann zeige mir einen Weg hier heraus und mein Leben gehört dir!“
GOTT hatte einen Weg und brachte den Mann wieder nach Hause. Dort erzählte er zur Ehre GOTTES bis zu seinem Lebensende immer wieder sein Erlebnis.
Auch heute kommen unzählige Menschen an ihre äußersten Grenzen. In tiefer Verzweiflung scheint kein Ausweg mehr möglich. Doch GOTT hat IMMER einen Weg für uns. Niemals ist der HERR mit seinen Möglichkeiten am Ende. Er hat stets für JEDEN und ALLES einen Weg. Oh wie sehnt sich unser Erlöser danach, verlorene Seelen aufzubauen, zu ermutigen und zu retten. Im Leben eines Menschen gibt es zwei Arten der Kapitulation. Die negative und die positive. Was meine ich damit? Ich will es kurz erläutern.
Beginnen wir mit der negativen:
Wenn ein Mensch mit seinem Latein am Ende ist, und ihm jegliche Hoffnung, Kraft und Zuversicht entschwunden ist, dann sehen viele nur noch einen Ausweg: Sie kapitulieren vor dem Leben, verfallen dem Alkohol und ähnlichen Dingen, oder setzen ihrem Leben gar ein Ende.
Nun die positive:
Gleiche Situation……. wenn ein Mensch mit seinem Latein am Ende ist, und ihm jegliche Hoffnung, Kraft und Zuversicht entschwunden ist, kapituliert er auch – aber nicht vor dem Leben – sondern vor GOTT.
Freunde, wie lange schon wartet der HERR auf unsere restlose Kapitulation? In Psalm 34,19 macht David uns deutlich, wie echte Kapitulation vor GOTT aussieht:
„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“
Genau DIESE Erfahrung durfte auch Petrus machen. Nachdem er seinen geliebten HERRN und Meister auf’s bitterste verleugnet hatte, sich dann plötzlich der Tragweite dessen bewusst wurde, brach er weinend zusammen. Zerbrochenen Herzens und zerschlagenen Gemütes, erkannte und bekannte er alles vor GOTT. In seiner völligen Hilflosigkeit wurde seine Kapitulation zu seinem Sieg.
Judas erlebte das gleiche, indem er Jesus verriet – doch tragischerweise die falsche Kapitulation danach wählte. Wie wunderbar schrieb doch Hedwig von Redern, nachdem sie von zwei schweren Schicksalsschlägen heimgesucht wurde, mit voller Überzeugung:
„Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl. Das macht die Seele still und friedevoll!
Mögest du NIEMALS vergessen, dass der HERR einen wunderbaren Plan mit DIR hat. Vertraue IHM in Guten – ganz besonders aber auch in schlechten Tagen. Magst du so manches im Leben nicht verstehen…….. so kannst du dennoch sicher sein, dass der Tag an dem du alles verstehen wirst, kommen wird. DANN wirst du deinen Erlöser fest umarmen, und ihm auf Knien unter Tränen der Freude für seine Führung danken. Sei gewiss, dass du DAS erleben wirst, wenn du IHM bis zum Ende die Treue bewahrst. Er lässt keinen der ihm vertraut fallen – und wenn es dennoch geschieht, dann niemals tiefer als in SEINE Hand.
„……..und siehe, ich bin bei euch ALLE Tage, bis an der Welt Ende!“

DANKE Jesus!