Andacht 21.3.’24
„Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.“
(Joh. 15,12)
Vor einiger Zeit stolperte ich über folgenden Satz, den ich mir auch gleich notierte:
„NICHT: Warum lässt GOTT so viel Leid zu? – SONDERN: Warum lässt Du so wenig GOTT zu?“
Die Frage hat mich sehr beschäftigt, weshalb ich sie heute gerne mit euch teilen bzw. als Anregung weiterreichen möchte.
Wenn wir den Begriff „Leid“ hören, wandern unsere Gedanken meistens auf höhere Ebenen. Was meine ich damit? In unserem Kopf spielen sich dann die „großen“ Leidszenarien ab, wie z.B. Kriege, Überschwemmungen, Seuchen, Hungersnöte usw.
Doch wir brauchen gar nicht auf diese Ebene zu springen, denn Leid beginnt schon viel früher.
Probleme in der Familie, Probleme am Arbeitsplatz (Mobbing u.s.w.), Schwierigkeiten mit dem Nachbarn, Streit unter Freunden u.v.m. Bereits hier beginnt Leid. Der Auslöser:
Egoismus, Narzissmus, Habgier, Stolz, Überheblichkeit und all die unzähligen negativen Eigenschaften die an uns Menschen wie Superkleber haften. Lasst uns heute einfach mal in uns gehen und darüber nachdenken, wo trage ich persönlich dazu bei, dass das Leid zunimmt weil ich zu wenig GOTT in mir zulasse?
Wo kann/muss ich in meinem Leben GOTT noch viel mehr um Veränderung bitten?
Durch die Sünde wurde vieles – um nicht zu sagen alles – in dieser Welt zerstört. Sünde frisst, so wie ein Feuer den trockenen Wald, alles gnadenlos auf. Ein sehr stark betroffener Bereich ist die zwischenmenschliche Beziehung. Hier hat der Feind ganze Arbeit geleistet. Menschen streiten sich, Menschen hassen sich, Menschen bekriegen und betrügen einander uvm.
WAS muss geschehen, damit ich meinen Nächsten (wieder) lieben kann? Freunde, diese Frage ist von immenser Bedeutung.
Warum? Nun, was passiert sehr oft in solchen Fällen? Wir warten darauf, dass sich unser Gegenüber entschuldigt und/oder bessert. Dann sind wir selbstverständlich bereit für Versöhnung. Eine sehr intelligente Falle Satans. Warum? Ganz einfach: Lasst uns an dieser Stelle etwas weiterdenken. Selbst wenn sich mein Gegenüber „bessert,“ so würde er dennoch nicht perfekt und fehlerlos sein. Was bedeutet das im Umkehrschluss? Ganz klar: Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis es wieder an irgendeinem Punkt zu Reibungen, Zwist oder Streit kommt.
Das ECHTE Heilmittel hat nichts mit meinem Gegenüber zu tun. Nochmals zur vorherigen Frage: WAS muss geschehen, damit ich mich mit meinem Nächsten versöhnen – und ihn lieben kann? Gibt es ein Geheimrezept dafür? JA, gibt es!
Kann es sein, dass ich zulassen muss dass Jesus bei MIR beginnt? Also IHM erlauben, MICH zu verändern? Aber natürlich Freunde! DAS ist der wirksamste Weg zum Heil, denn was dann geschieht, ist menschlich nicht erklärbar. Aus der Kraft GOTTES heraus zu leben – und zu lieben, ist eine Dimension die weitgehendst unbekannt ist. Damit beziehe ich mich nicht auf die Menschen in der Welt…….. sondern auf uns Christen.
O dass doch der HERR unsere Herzen tief berühren und uns echte Bereitschaft zur Veränderung schenken möge. Eine Veränderung, GANZ nach SEINEM heiligen Willen.
Mehr GOTT = weniger Leid.
Könnte DAS vielleicht der Anfang vom Ende des Leides sein? Leider wird auf dieser Erde das Leid niemals enden. Der finale Schlussstrich dieses ganzen Dramas, wird erst mit Jesu Wiederkunft gezogen werden.
ABER: Wir können sehr wohl dazu beitragen es zu verringern. Dazu fällt mir folgende Parabel ein:
Eines Tages läuft ein älterer Mann am Meer entlang, worauf er einen Jungen sieht der gerade Muscheln vom Strand ins Meer zurückwirft. Daraufhin fragt der Mann:
„Warum tust du das? Hat doch eh keinen Sinn – und einen Unterschied macht’s auch nicht. Hier liegen unzählige Muscheln, verteilt über den riesigen Strand. Du wirst mit deiner gut gemeinten Aktion die Welt nicht verändern können.“
Daraufhin erwiderte der Junge:
„Für JEDE Muschel die ich reinwerfe, macht es einen riesigen Unterschied, denn SEINE Welt hab ich damit verändert.“
Gibt es nicht genügend Menschen, in deren Herzen alles finster, kalt und trostlos geworden ist? Menschen die keine Hoffnung und keine Kraft mehr haben? Wie wir unserem Nächsten begegnen, entscheiden wir allein. Niemand anderes. Du kannst ihn mit deinen Worten oder Taten gehörig runterputzen………. du kannst aber auch das genaue Gegenteil tun, indem du ihm trostvolle, ermutigende Worte spendest – und ihm deine segnenden Hände reichst. Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen.
Freunde, lasst uns mehr GOTT in unserem Leben zulassen……… und wir werden die wunderbarsten und erstaunlichsten Dinge erleben.
Der HERR helfe uns dabei.