Andacht 22.01.’25
„Denn es ist erschienen die heilsame Gnade GOTTES allen Menschen und erzieht uns, dass wir absagen dem gottlosen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben…….“
(Titus 2, 11-12)
Die Tage durfte ich etwas interessantes beobachten. Unterwegs mit dem Auto, entdeckte ich im Rückspiegel plötzlich einen PKW, der es ziemlich eilig zu haben schien. Bereits wenige Augenblicke später setzte er auch schon zum überholen an. Doch beim Überholvorgang trat er offensichtlich etwas zu großzügig ins Gaspedal, wofür er auch sofort „belohnt“ wurde. Ein grelles Licht……..und zack, es war geschehen. Er wurde geblitzt.
Nun kommt das interessante, was mich persönlich zum nachdenken brachte – und gleichzeitig dazu bewog, diese Andacht zu schreiben.
Was war die unmittelbare Reaktion des Fahrers auf den Blitz? Natürlich klar: Sofort waren zwei rote Bremslichter zu sehen. Eine ganz normale, aus einem Schreckmoment heraus resultierende Reaktion.
An diesem Punkt jedoch stellte ich mir unweigerlich die Frage:
Welchen Nutzen hatte er davon? Sein Bremsen kam definitiv zu spät. Das führte mich zu einem sehr wichtigen Gedanken. Wie ist das mit der Gnadenzeit, in der wir heute NOCH leben dürfen? Alle Menschen sind Sünder, sagt die Schrift in Römer 3. Sie „rasen“ völlig unbeirrt durch ihr Leben, tun und lassen was ihnen gefällt – und leben so wie es ihnen gerade passt. Das ist der normale Lauf in dieser Welt – jeder tut was ihm gefällt. Der HERR weiß – und sieht das. Deswegen klopft und klopft er immer wieder auf’s neue an unsere Herzenstür, um uns aus diesem Dilemma der Hast, Eile und Rastlosigkeit zu befreien. Er bittet………ja, er ringt um Dein und mein Leben. Wir sind ihm NICHT egal. Was aber tun wir, wenn wir seine Stimme hören und seinen Ruf vernehmen? Rasen wir unbeirrt daran vorbei, oder bleiben wir stehen und halten inne?
GOTT ruft nicht nur einmal im Leben. Nein, er tut es mehrmals. Immer und immer wieder. ER hat unbegrenzte Möglichkeiten uns anzusprechen. Durch Träume, durch Mitmenschen, durch bestimmte Situationen und Umstände, durch unser Gewissen uvm. Freunde, GOTT ist NICHT limitiert. Entscheidend dabei ist jedoch nur eines: Halte ich an……..oder flitze ich unbeirrt vorbei mit den Worten: „Jesus, ich hab’s eilig…….hab grad keine Zeit!“
Noch ist Zeit der Gnade. Doch die Bibel sagt uns dass sie NICHT ewig währt, und warnt uns gleichzeitig eindringlichst davor, ihr gedankenlos und ignorant gegenüber zu stehen.
Eines Tages macht es „Blitz“ – und die Gnadenzeit ist beendet. Dann nützt es NICHTS mehr auf die Bremse zu treten.
Freunde, GOTT wirbt immer und immer wieder um uns. Lasst uns seinen Ruf nicht ignorieren – und erst recht nicht auf die lange Bank schieben. Jeder Ruf GOTTES ist eine einmalige, wunderbare Chance! Gleichzeitig kann es aber auch die letzte sein. Nicht etwa weil Jesus keine Lust mehr hat dich zu rufen. Erst in der gestrigen Andacht hatten wir es. Es kann jederzeit der Moment in meinem Leben kommen, wo ich mich vom HERRN so sehr entfernt und der Welt genähert habe, dass ich seine Stimme NICHT mehr vernehmen kann. Das Herz ist versteinert gegenüber dem Rufen und Wirken des Heiligen Geistes. Nicht auszumalen was für eine Tragödie das wäre.
Möge der HERR uns davor bewahren und uns mit Weisheit ausrüsten, damit wir rechtzeitig auf die Bremse treten……..und nicht erst dann, wenn es zu spät ist.
HERR, sei uns gnädig.