Andacht 24.6.’24
Sünde & Leid, Teil I
‚Kommt her zu mir alle, die ihr niedergedrückt und belastet seid: ich will euch Ruhe schaffen! Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig: SO werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“
(Matth. 11,28)
Wie oft hört man heute, wenn irgendetwas passiert: „WO war denn GOTT?“
Eine Frage die nur zu Haufe über die Lippen von Tausenden und Millionen Menschen geht. Die Frage des Leids ist definitiv nicht mit 2 Sätzen zu beantworten, wenn man das Problem „Sünde“ nicht versteht. Doch gehen wir hier mal einen Schritt weiter.
Glaubst du wirklich, dass DEMJENIGEN der dich und mich schuf, menschliche Schicksalsschläge egal sind?
Denkst du ernsthaft, dass deine Trauer, dein Kummer und deine Nöte dem HERRN gleichgültig sind?
Glaubst du tatsächlich, dass du für DEN, der DIR den größten Beweis seiner Liebe auf Golgatha erbrachte, bedeutungslos bist?
Definitiv nicht mein Freund. In Matthäus 9,36 lesen wir über Jesus:
„Beim Anblick der Volksscharen aber erfaßte ihn TIEFES Mitleid mit ihnen, denn sie waren abgehetzt und verwahrlost wie Schafe, die keinen Hirten haben.„
Das immense Leid auf dieser Welt ist definitiv KEIN „Produkt“ GOTTES. Vielmehr ist es das Resultat unseres Ungehorsams und Rebellion gegen ihn.
In 2. Mose 16,28 fragt GOTT die Israeliten:
„Wie lange wollt ihr euch noch weigern, meine Gebote und Weisungen zu befolgen?“
In den letzten Jahren – bis einschließlich heute – gab es eine furchtbare Sache zu beobachten. GOTT wird in der Gesellschaft immer mehr und mehr ausgeladen. Mittlerweile hat er sogar schon den Status „persona non grata“ erhalten.
Was bedeutet das? Auf Ebene der Diplomaten (Botschafter der Staaten) wird dieser Begriff manchmal verwendet, und bedeutet „unerwünschte Person.“ Erhält ein Diplomat diesen Status, darf er seinen Schreibtisch in der Botschaft räumen und in sein Heimatland zurückkehren. Das war’s.
Nichts anderes ist mit GOTT zu beobachten. ER ist unerwünscht. Und warum? Weil er das ausschweifende Leben einer völlig verdorbenen Gesellschaft stört. Weg mit ihm, wir brauchen und wollen ihn nicht. Die Menschheit hat das Problem „Sünde“ nicht im geringsten erfasst. In der Gesellschaft gehört Sünde zur völligen Normalität ……. ja, sie wird sogar geliebt ……… aber nicht ihre Konsequenzen. Davon möchte man natürlich am liebsten befreit werden.
Beispiel:
Du isst gerne Schokolade. So gerne, dass du jeden Tag 5 Tafeln verputzt. Die Konsequenz: massives Übergewicht, Diabetes uvm. Was wünscht sich der Mensch an dieser Stelle? „Ach wie schön wäre es doch, wenn ich jeden Tag 5 Tafeln essen könnten, OHNE auch nur den Hauch einer Folge davon zu spüren.“
GOTT hingegen packt das Problem an der Wurzel. Wird die Ursache bekämpft, brauchen wir die Folgen nicht fürchten. Was wäre wenn GOTT die Konsequenzen, aber nicht die Ursache davon beseitigen würde? Nun, er würde der Sünde damit ihre Legitimation und Daseinsberechtigung erteilen. Jetzt kommen wir aber zu einem markanten Punkt. Was ein Mensch sät, wird er auch ernten, nicht wahr? Ein ganz normales, natürliches Prinzip.
Stell dir vor, du gehst auf deinen Acker und säst Weizen aus. Monate später gehst du zum ernten ……… und bei der Ankunft stellst du fest, dass keine einzige Weizenähre …….. stattdessen aber lauter Bohnen gewachsen sind. DEN Blick möchte ich aber mal sehen.
Selbstverständlich wird das nie der Fall sein, da es physikalisch einfach unmöglich ist. Genausowenig ist das in unserem Leben möglich. Was wir säen, werden wir ernten.
Der Mensch sät Sünde – und möchte Segen ernten? No way! Und dennoch liebe Freunde, muss ich an dieser Stelle voller Ehrfurcht und Scham nach Golgatha ins Angesicht meines Erlösers blicken. Da hängt er mit schmerzverzerrtem Gesicht, zitternd und völlig entkräftet …… schaut mich an und flüstert mit letzter Kraft: „Mein Kind, ich liebe dich.“
Jesus lässt dich nicht wie eine heiße Kartoffel fallen. Ganz im Gegenteil. Auch wenn das Leid in dieser Welt ein reines Produkt der Menschheit (natürlich in Verbindung mit Satan) ist ……… so ist er dir dennoch nahe, sorgt sich um dich, kämpft für dich ……… und möchte dich dabeihaben wenn er bald mit großer Macht und Herrlichkeit wiederkommt. Heute bereits möchte er uns vor unnötigem Leid und Fluch bewahren, indem er uns durch SEIN kostbares Wort einen weitaus besseren Weg aufzeigt. Ob du IHM folgst, oder den Weg der Welt gehen möchtest …….. diese Entscheidung kann er dir nicht abnehmen. Und vergiss eines bitte nicht:
ER liebt dich aufrichtig ……… doch weder kann, noch wird er das Gesetz von Saat und Ernte außer Kraft setzen, da es eine unveränderliche Konstante ist. Und das ist – um der Gerechtigkeit Willen – gut so.
Möge der HERR uns zur richtigen Entscheidung verhelfen.