Andacht

Andacht 25.02.’25

„…….aber ihr werdet die KRAFT des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet MEINE ZEUGEN sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“
(Apg. 1,8)

Was für eine interessante und gleichzeitig wichtige Verbindung Jesus in diesem Text macht. Hierbei spielen zwei Sachen eine absolut zentrale Rolle:
1. KRAFT des Heiligen Geistes
2. ZEUGEN
Diese beiden Dinge voneinander zu trennen, wäre, als würde man versuchen ein Auto ohne Motor zu fahren. Der Motor gehört zum Auto damit es seinen Zweck erfüllt, nämlich von A nach B zu fahren. An dieser Stelle möchte Jesus etwas essenzielles verdeutlichen. Er fordert die Jünger auf, zu warten (Vers 4). Warten, und erstmal „nichts“ tun ausser beten. Das taten sie auch. Sie warteten und verharrten gemeinsam im Gebet, so wie es ihr HERR und Meister ihnen geboten hatte.
Plötzlich – 10 Tage später – geschieht es! Das unfassbare wurde Wirklichkeit. Die Verheißung des Heiligen Geistes erfüllte sich in einer äußerst machtvollen Weise. Nun waren sie bereit. Wofür? Ganz klar:
Zeugen zu sein! Fortan sollte alles anders werden. Sie waren keine “normalen“ Menschen mehr, sondern erfüllt und ausgerüstet mit Kraft aus der Höhe. Der Heilige Geist begann MIT und DURCH sie, den Stein des Evangeliums, den Jesus angestupst hatte, ins Rollen zu bringen. Tausende von Menschen bekehrten sich in kürzester Zeit und übergaben ihr Leben Jesus. Was dort geschah war einfach gewaltig……..bekannt unter dem sogenannten Pfingstwunder.
Doch warum war das Werk GOTTES durch die Hand seiner Jünger plötzlich so erfolgreich? Achten wir mal genau auf den Text. „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen………..UND [dann] werdet ihr meine Zeugen sein…….“
Offensichtlich gibt eine Reihenfolge. Warum schickte Jesus die Jünger nicht sofort bei seiner Himmelfahrt los? Warum gebot er ihnen „nichts“ zu tun und erstmal abzuwarten. Er hätte doch auch sagen können: „Fangt gleich an damit, geht raus auf die Strassen, verkündigt das Evangelium, verkündigt meinen Namen und berichtet von den großen Taten die ihr gesehen und erlebt habt!“
Ganz offensichtlich hat er dies aber nicht getan. Warum? Weil Jesus etwas wusste. Er wusste, dass das Werk des HERRN nur dann erfolgreich sein wird, wenn es in der Kraft und Vollmacht des HERRN geschieht.
Wie sieht das in unseren Tagen aus? Sucht GOTT heute auch noch Männer und Frauen die sich IHM ganz hingeben und bereit sind, sich als Werkzeuge in seiner Hand gebrauchen zu lassen? Freunde, vergessen wir eines nie: Das Werk ist des HERRN – und wer außer IHM könnte besser wissen WODURCH optimaler Erfolg erzielt werden kann? In Sacharja 4,6 finden wir die Antwort darauf:
„Es wird NICHT durch Heer oder Kraft geschehen, sondern durch MEINEN Geist, spricht der HERR.“
Sind wir bereit dazu, uns GOTT wirklich von ganzem Herzen hinzugeben, damit er durch und mit uns die Welt “erobern“ kann? Heute gibt es in Sachen Mission massenweise Ausschüsse in Kirchen und Gemeinden. Was tun diese Ausschüsse? Sie überlegen und machen Pläne wie man Menschen für Christus gewinnen kann. Das ist eine gute Sache und auch wichtig. Doch leider fußen die vielen Ideen und Pläne viel zu oft auf menschlichen Methoden und Strategien, die am Ende nicht den gewünschten Erfolg bringen. Dann setzt man sich zusammen und grübelt über die Frage: „Warum ist es so gelaufen……..was haben wir falsch gemacht usw.?“
Die Antwort liegt auf der Hand. Kraft, Vollmacht und Gelingen für die Sache des HERRN, gibt ALLEIN der HERR – kein Mensch. Sollten wir an dieser Stelle nicht beginnen umzudenken? Umzudenken in Bezug auf Missionsstrategien. Wie könnte dieses Umdenken aussehen? Vielleicht sollten wir uns als erstes ein paar Gedanken darüber machen, ob wir wirklich ein geisterfülltes Leben in Christus führen, IHN wahrhaftig lieben und ER tatsächlich die erste Stelle in meinem Leben einnimmt. Könnte es sein, dass manchmal unsere eigenen Pläne und Strategien ein Hindernis für das Wirken des Heiligen Geistes sind? Ja, du hast richtig gelesen, ein Hindernis. Warum?
Das Geheimnis des Erfolgs haben wir vorher in Sacharja 4,6 gelesen – es ist der Heilige Geist. Wenn wir erfüllt sind mit IHM, werden wir in der Kraft und Vollmacht GOTTES vorangehen und wahrhaftige Zeugen Jesu sein. WANN gelingt es am BESTEN, jemanden für eine Sache zu begeistern? Logisch, wenn man selbst davon begeistert und überzeugt ist. Warum gebot Jesus den Aposteln, UNBEDINGT noch auf die Verheißung zu warten, bevor sie sich in den großen Evangeliumsfeldzug „stürzen?“ Ganz simpel: Sie hatten noch NICHT die Fülle des Heiligen Geistes. Viel zu viele menschliche Methoden, vermischt mit menschlichen Charakterschwächen wie Stolz, Hochmut usw. hätten das Werk nicht nur geschwächt, sondern ihm vielleicht sogar geschadet. Die Apostel gingen, nachdem der Heilige Geist sie gänzlich erfüllte, mit einer unbeschreiblichen Kraft ans Werk, und bezeugten Jesus an allen Ecken und Enden mit einem nicht in Worte zu fassenden Erfolg. Was sie taten, taten nicht sie, sondern der HERR DURCH sie. Das ist nicht nur ein großer – sondern der ALLES entscheidende Unterschied!
Um erfolgreich in einem Wald Bäume zu fällen, muss man mit geschliffener Axt hingehen. Mit einer stumpfen werd ich mich umsonst abmühen. Möge GOTT uns „schleifen,“ damit wir ein mächtiges Werkzeug in SEINER Hand sein können. Der Heilige Geist – täglich in uns – wird den entscheidenden Unterschied machen. Ohne ihn sind es nur menschliche, gut gemeinte Bemühungen. Doch lebt ER in uns, dann werden wir zu den mächtigsten Zeugen Jesu……..und die Welt wird es zweifelsohne erkennen!
Der HERR sei mit uns!