Andacht

Andacht 25.11.’24

„Denn also hat GOTT die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, NICHT verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“
(Joh. 3,16)

Ein Glas Wasser

Ein Tag nach den heftigen Kämpfen in der Bürgerkriegsschlacht von Fredericksburg (Dezember 1862), lagen hunderte von Soldaten verwundet auf dem Schlachtfeld und weinten. Die ganze Nacht und den größten Teil des nächsten Tages verhinderte feindliches Artilleriefeuer ihre Befreiung. Während dieser ganzen Zeit ertönten ihre qualvollen Schreie:
„Wasser! Wasser!“
Schließlich setzte Richard Kirkland, ein edler Sergeant aus dem Süden, seine Sicherheit auf’s Spiel, indem er zu seinem General Kershaw sagte:
„Ich halte es nicht mehr aus! Diese armen Seelen dort haben die ganze Nacht und den ganzen Tag gebetet und geweint, und es ist mehr als ich ertragen kann! Ich bitte um Erlaubnis, ihnen Wasser zu geben!“
„Aber Sie wissen,“sagte der General,
„dass, sobald Sie sich dem Feind zeigen, Sie erschossen werden?“
„Ja Sir, ich weiß es,“antwortete er, „ich bin bereit, das Risiko einzugehen und diesen armen Sterbenden etwas Trost zu bringen!“
Nach anfänglichem zögern, wurde schließlich auch das Herz des Generals von Mitleid mit den leidenden Soldaten berührt.
„Kirkland, es wird dich das Leben kosten, aber ich kann mich NICHT gegen ein SOLCHES Motiv wie das deine wehren. Ich hoffe dass GOTT Dich beschützt. Geh.“
Mit Wasser versorgt, stieg der mutige Soldat über den Steinwall und begann seinen Dienst der Barmherzigkeit. Staunend wurde beobachtet, wie er neben einem nahegelegenen Leidenden niederkniete, zärtlich den Kopf hob und die erfrischende Tasse an seine trockenen Lippen hielt. Jeder feindliche Soldat verstand die Absicht seiner barmherzigen Mission, und KEIN EINZIGER Schuss wurde abgefeuert. Mehr als eine Stunde lang wurde nacheinander den Weinenden, Verwundeten und Sterbenden ein Getränk zur Erfrischung gegeben. Die verkrampften oder verstümmelten Glieder wurden aufgerichtet, Köpfe mit Rucksäcken unterplostert und dann zärtlich mit ihren Mänteln zugedeckt……..wie ihre eigene Mutter es tun würde.

Freunde, auf dem großen Schlachtfeld des Lebens passiert genau dasselbe. Wegen den furchtbaren Auswirkungen der Sünde, weinen und sterben Menschen täglich, stündlich……..ja minütlich. Sie sind durstig nach dem Wasser des Lebens. Niemand, außer DEM,der die himmlischen Höfe verließ und sein kostbares unschuldiges Leben riskierte, vermag ihnen diesen erfrischenden Schluck zu geben. Jesus, der einen schrecklichen Tod auf Golgatha starb, bot uns Erlösung von unseren Sünden an. Er kam mit seinem „Wasserkrug“ auf’s Schlachtfeld, ging zu den Verwundeten, und bot jedem ausreichend Wasser an. Der Unterschied zu Sergeant Kirkland bestand jedoch darin, dass der Feind bei Jesus das Feuer NICHT eingestellt hatte. Während seines Dienstes der Barmherzigkeit, wurde er immer wieder beschossen. Am Ende kostete es IHN das Leben. Doch während seines Dienstes gab er uns eine äußerst kostbare Verheißung:
„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ICH ihm geben werde, wird NIEMALS mehr durstig sein. Das Wasser, das ICH ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt, bis ins ewige Leben.“(Joh. 4,14).
Möchtest Du diesen erfrischenden Schluck vom Wasser des Lebens nehmen?
Möge der HERR uns reichlich segnen – und uns die Auswirkungen der Sünde ins Bewusstsein rufen, damit wir sein Angebot von Herzen annehmen – solange die Uhr der Gnade noch tickt.