Andacht 25.3.’25
„Wenn er uns allerdings straft, tut er es, um uns auf den rechten Weg zu bringen, damit wir nicht zusammen mit der übrigen Welt verurteilt werden.“
(1. Kor. 11,32)
Ein liebender GOTT der straft? Wie kann das zusammengehen? Jemanden lieben und ihn gleichzeitig strafen? Nicht vorstellbar…….. oder vielleicht doch?
Nun, gestern hatten wir das Thema Postmoderne. Was passiert wenn man über Jahre hinweg Lügen eingetrichtert bekommt? Natürlich, man fängt an es zu glauben.
Genau DAS ist durch die Postmoderne passiert. Über Jahrzehnte hinweg wurde die Gesellschaft Stück für Stück umerzogen. Das Ergebnis: Eine respektlose, egozentrische, narzisstisch und rechthaberische ICH-Gesellschaft. Das ist die traurige Bilanz. Und es wird immer schlimmer. Vom autoritären Erziehungsstil keine Spur mehr. Vielmehr ist er vom akuten Aussterben bedroht. Durch den „Laissez-faire“ (antiautoritär) Stil, haben Kinder und Jugendliche ihre Eltern perfekt im Griff. Gehorsam? Respekt? Achtung? Ehrfurcht? Alles über Bord geworfen. Und DIESES Prinzip hat die Gesellschaft auch auf die religiöse Ebene übertragen. Ehrfurcht vor GOTT? Achtung vor GOTT? Gehorsam gegenüber GOTT? Fehlalarm.
Freunde, der HERR erzieht seine Kinder auch. Doch SEIN Erziehungsstil ist absolut autoritär (siehe Offb. 3,19). Und warum? Die Antwort liegt im Text: WEIL er uns liebt!
Was bedeutet autoritär überhaupt? Nun, ganz einfach: ER sagt wo es langgeht, NICHT wir. Können wir eigentlich auch nur ansatzweise erfassen, WIE enorm wichtig das ist? Wenn wir einst mit dem HERRN in der Ewigkeit sind, werden wir ihm unablässig unter Tränen auf Knien danken. Und warum? Weil wir dort vollends realisieren werden, wie wichtig Zurechtweisung, Ermahnung und manchmal auch Strafe für unsere Erlösung war. OHNE DAS, hätten wir das Ziel gehörig verfehlt.
Heute stehen wir vor einem gewaltigen, der postmoderne geschuldeten Problem. Wir assoziieren den autoritären Stil mit einer Form von Diktatur…….. was völlig falsch ist. Hier stellt sich folgende Frage: Der Staat hat Autorität. Es gibt Gesetze, an die sich jeder Mensch halten muss. Übertrittst du ein Gesetz, wirst du dafür zur Verantwortung gezogen. Ist der Staat deshalb ein Diktator? Keineswegs. Nun, im geistlichen Bereich ist es ganz ähnlich. Im Gegensatz zum Staat, liebt GOTT den Menschen aufrichtig. SEINE Gesetze sind ein mächtiger Schutzwall, den ER für uns Menschen errichtet hat. Doch wer die Sünde liebt, wird das NICHT so empfinden, sondern genau gegenteilig. GOTTES Gebote werden in dem Fall als Einschränkung der Freiheit betrachtet. Die Frage ist nur, welche Freiheit? Etwa die Freiheit zu sündigen?
Der HERR möchte genauso wenig mit Füßen getreten werden wie der Staat. Wie tritt man einen Staat mit Füßen? Nun, indem man seine Autorität – also geltende Gesetze – ignoriert und missachtet. GOTTES Erziehung ist geprägt von Liebe. Er macht uns immer wieder darauf aufmerksam wie wichtig sein Wort, seine Gebote und Weisungen sind, damit es uns – UND unserem Nächsten – wirklich gut geht. Wenn sich jemand als bekennender Christ bezeichnet und GOTTES Weisungen missachtet, wird GOTT aktiv. Er ermahnt, tadelt…….. und wenn nötig, verwendet er auch das Mittel der Strafe, damit wir endlich verstehen, wenn alles andere OHNE Wirkung bleibt. Und das alles mit dem alleinigen Zweck, uns auf den rechten Weg zurück zu bringen.
In Offenbarung 3,19 sagt er: „Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!“
So auch der Staat. Wenn wir immer und immer wieder seine Gesetze missachten, dann geht’s bis hin zu Gefängnisstrafen. Dort bekommt der Mensch dann genug Zeit, um über seinen Lebenswandel nachzudenken. Dem HERRN sei Dank gibt es dieses Mittel, denn sonst würde eine Gesellschaft völlig aus dem Ruder laufen.
GOTTES Strafe dient zu unserer Umkehr. Der HERR straft unter Tränen…….. doch mit Freuden empfängt er uns, wenn wir zurückkehren. Seine Motivation, für ALLES was er tut, ist stets Liebe. Mögen wir das verstehen und verinnerlichen, damit SEIN Geist machtvoll an uns wirken kann. Jemand der straft, weil es kein anderes wirksames Mittel mehr gibt, ist NICHT böse. Die heutige Gesellschaft will es aber so verstehen. Das ist äußerst tragisch, denn dadurch wurde das Bild GOTTES völlig verzerrt. Was für einen GOTT möchte die heutige Gesellschaft – sofern sie überhaupt noch einen will? Sie möchten einen „GOTT der Toleranz“ gegenüber der Sünde. Einen GOTT der nicht nur bedingungslos liebt, sondern auch bedingungslos rettet. Diesen GOTT haben sie sich geschaffen, womit wir 1. Mose 1,27 bei der Gelegenheit auch gleich mal umschreiben können. Es heißt nicht mehr „Und GOTT schuf den Menschen nach SEINEM Bilde“ ……… sondern: „Und der Mensch schuf sich GOTT nach SEINEN Wünschen.“
Ja, das ist der postmoderne GOTT. Nur haben wir das „Problem,“ dass dieser „Wunschgott“ in der Realität gar nicht existiert. Der GOTT der Bibel akzeptiert und toleriert keine einzige Sünde. Würde er das tun, hätte Jesus NICHT sterben – und Luzifer nicht aus dem Himmel geworfen werden müssen.
Möge der HERR uns das richtige Verständnis von Liebe geben. Denn die echte, göttliche Liebe, tut ALLES um Dich und mich zu retten. Und wo es nötig ist, tadelt und straft GOTT in dem Maß, wie es für uns erforderlich ist, damit wir gerettet werden können.
DANKE HERR!