Andacht 25.6.’24
Sünde & Leid, Teil II
Folgendes interessante Gesellschaftsphänomen ist immer wieder zu beobachten.
Wenn der Mensch in Schwierigkeiten gerät oder Leid erlebt, kommt oft die Frage: „GOTT wo bist du?“
Wusstest du, dass GOTT vor vielen Jahrtausenden dem Menschen exakt die gleiche Frage stellte?
Täglich lief er mit Adam und Eva durchs Paradies und pflegte innigliche Gemeinschaft mit ihnen.
Doch diese idyllische Harmonie sollte schlagartig, von einer Minute auf die andere, enden. Eines Tages, als GOTT mit ihnen erneut Gemeinschaft pflegen wollte, waren sie plötzlich weg. Da fragte der HERR: „Adam, wo bist du?“
Warum war Adam plötzlich verschwunden? Seine Antwort:
„……ich fürchtete mich weil ich nackt bin, DARUM habe ich mich versteckt.“ (1. Mose 3,10)
Ist das nicht eine interessante Antwort? Warum spürte Adam plötzlich diese Distanz zu GOTT? Die Sünde hat den Menschen völlig „entblößt“……. ein Symbol für Schutzlosigkeit. Wenn der Mensch bewusst sündigt, entzieht er sich dem Schutz GOTTES immer mehr ……. und wird somit zur Beute des Feindes.
Adam schämte sich und hatte Angst, GOTT in dem Zustand zu begegnen.
Nun, was hat das ganze mit Leid zu tun? Ich denke die Antwort ist nicht schwer.
Sünde hat immer Konsequenzen. Wie in der gestrigen Andacht schon erwähnt, möchte der Mensch natürlich am liebsten keine Folgen davon spüren. An genau dieser Stelle wird’s interessant.
Wenn wir bewusst sündigen, in dem Wissen, dass das was wir gerade tun GOTT bekümmert und missfällt, ist’s natürlich logisch dass wir IHN in diesem Augenblick nicht gerade bei uns haben wollen. Wir würden uns in seiner Anwesenheit schämen oder gar fürchten. Die Geschichte Adams demonstriert uns an diesem Punkt etwas absolut elementares:
Nämlich das Verhältnis von Sünde und GOTT. Sünde trennt von GOTT. Adam suchte nach seiner furchtbaren Tat nicht mehr den HERRN, sondern einen Busch um sich zu verstecken. Der Mensch möchte MIT, und IN seinen Sünden in Ruhe gelassen werden. GOTT ist nichts weiter als eine unerwünschte Person, der ich Rede und Antwort stehen muss. Doch wehe es passiert etwas ……… im gleichen Augenblick kommt der HERR auf die Anklagebank. „GOTT, WO BIST DU???“
Das größte Unglück in der Geschichte der Menschheit war Adams Ungehorsam im Paradies.
Das größte Glück in der Geschichte der Menschheit war Jesu Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. (Philipper 2,8)
WAS für ein Kontrast!
GOTTES Liebe zu uns Menschen hat sich auch nach dem Sündenfall kein bisschen verändert. Er geht uns nach, sucht uns auf, und sehnt sich danach dass auch wir uns nach IHM sehnen. Doch Vorsicht! Die Tatsache dass GOTT uns liebt, schließt Erlösung noch lange nicht mit ein. ER liebt seine Geschöpfe – wird jedoch niemanden zu seinem „Glück“ zwingen. Ob es die Menschen in Sodom und Gomorrha waren, oder die Menschen zur Zeit Noahs ………. es sind ALLES seine Geschöpfe. Und doch zogen sie damals das Böse dem Guten vor – und mussten folglich auch DAS ernten was sie gesät hatten.
GOTT ist unser Schöpfer. Er hat jeden Menschen geschaffen. Doch DAS reicht für die Erlösung nicht aus. Nur diejenigen die er 2x schuf, werden die Ewigkeit mit ihm verbringen.
Was meine ich damit? In 2. Korinther 5,17 sagt Paulus:
„Wenn also jemand in Christus ist, so ist er eine NEUE SCHÖPFUNG; das Alte ist vergangen, siehe, ein Neues ist entstanden!“
Paulus spricht hier über die Neugeburt …….. der goldene, und gleichzeitig einzige Schlüssel zur Ewigkeit.
Mein Freund, Jesus hat Sehnsucht nach dir – auch heute. Und sei gewiss, er ist dir auch …….. nein, erst Recht im Leid näher als du denkst. Möchtest du einmal erfahren, wozu du bestimmte Nöte und Leid im Leben erfahren musstest? Warum ausgerechnet DU, warum ausgerechnet in DER Weise? Möchtest du genau wissen, wie GOTT in deinen schweren Stunden für dich gekämpft und gerungen hat?
ALL DAS wird dir Jesus im Himmel lückenlos erklären. Bei jeder „Szene“ deines Lebens, wo du vielleicht verzweifelt, niedergeschlagen und entmutigt nach GOTT fragtest, wirst du seine unfassbare Liebe und machtvolles Handeln an dir erkennen. Und wenn du dann sprachlos und mit tränenerfüllten Augen vor Jesus auf die Knie fällst, um IHM für ALLES zu danken ……. wirst du die „fehlenden“ Puzzleteile und Rätsel deines Lebens erkennen – und nur noch staunen. Sag heute noch JA zu Jesus.
Folgende Worte aus dem Buch „Der bessere Weg“, Seite 90 von Ellen White, empfinde ich als sehr ermutigend.
„Wenn die Menschen ihrer täglichen Arbeit nachgehen oder sich zum Gebet sammeln, wenn sie sich zur Ruhe legen oder am Morgen aufstehen — über jeden einzelnen wacht der himmlische Vater in seiner Güte und Barmherzigkeit. Ihm entgeht KEINE heimlich vergossene Träne, kein Lächeln bleibt unbemerkt. Wenn wir das nur glauben würden, dann schwänden alle unnötigen Sorgen. Es gäbe weniger Enttäuschungen in unserem Leben, und wir würden vertrauensvoll ALLE großen und kleinen Nöte in GOTTES Hände legen, den diese Last nicht verwirren oder erdrücken kann. Wir könnten uns einer Geborgenheit erfreuen, die uns bislang unbekannt ist.“
Genau DAS wünsche ich uns allen!