Andacht

Andacht 28.01.’25

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden……….sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, DA ist auch dein Herz.“
(Matth. 6, 19-21)

Geld – eine Erfindung der Welt.
Zu den bedeutsamsten Reden Jesu gehören die Kapitel 5 bis 7 des Matthäusevangeliums. Auch bekannt als die berühmten Bergpredigt. Hier komprimiert Jesus die wichtigsten Themen auf drei Kapitel. Sehr interessant dabei ist die Tatsache, wie er das Thema Geld/Materialismus angeht. Weder rückt er es ins schlechte Licht, noch warnt er davor viel davon zu besitzen. Wenn wir seine Worte etwas genauer betrachten, stellen wir schnell fest worauf er hinaus möchte, bzw. den Focus legt. Gleich zu Beginn sagt er folgendes:
„Ihr sollt euch NICHT Schätze SAMMELN auf Erden……….“
Ist dir etwas aufgefallen? Er verurteilt nicht den Besitz…….er verurteilt das sammeln davon. DAHER weht der Wind. Warum?
Nun, Reichtum, Macht, Erfolg und Ruhm gehören zu den „Lieblingsspielzeugen“ Satans. Damit kann er sehr erfolgreich Menschen bearbeiten. Da wo er sieht dass der Mensch nach diesen Dingen lechzt, tritt er auf den Plan. Und in den meisten Fällen erreicht er sein Ziel……..nämlich den Menschen dadurch zu verderben. In der Gesellschaft wird oft behauptet dass Geld den Charakter nicht verdirbt, sondern ihn lediglich offenbart. Ist das wirklich so? Im 1. Timotheusbrief Kapitel 6, 9-10 sagt uns Paulus folgendes:
„Denn die, welche um JEDEN Preis reich werden wollen, geraten in Versuchung und in eine Schlinge und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. Denn eine Wurzel ALLES Bösen ist die Geldgier…….“
Deutliche Worte. Was passiert also, wenn wir dem Reichtum hinterherjagen und um jeden Preis reich werden wollen? Satan wird den Menschen u.a. auf (moralisch) ungerade Pfade führen, um ihn am Ende ins Verderben zu stürzen. Hier beschreibt Paulus einen Prozess. Die Gier des Menschen nutzt der Feind mit aller Geschicklichkeit, um ihn charakterlich immer mehr und mehr zu „deformieren,“ bis er am Ende seinen Untergang besiegelt hat.
Auch hier bei Paulus können wir klar erkennen, dass nicht das Geld selbst das Problem ist, sondern die Liebe bzw. Gier danach. Das ist ein elementarer Unterschied! In der Schrift finden wir etliche Männer und Frauen GOTTES, die großen Reichtum besaßen. Doch ihr Herz hing NICHT an ihren Besitztümern, sondern es gehörte GANZ dem HERRN. Ob Abraham, ob Isaak, ob Hiob……..sie dienten dem HERRN, nicht dem Materialismus. Doch leider ist das die große Ausnahme. In den meisten Fällen ist es genau umgekehrt. Eines Tages begegnete Jesus einem jungen Mann, von dem die Bibel sagt dass er reich war. Da Jesus die Gabe besaß ins Herz zu schauen, erkannte er sofort in welcher Gefahr sich der Jüngling befand. Daraufhin lud er ihn ein, IHM nachzufolgen – legte ihm jedoch zuvor ans Herz, seinen ganzen Besitz zu verkaufen. Die Reaktion des Jünglings? Er drehte sich um und verließ Jesus, da er nicht bereit war sich von SEINEM GOTT, dem Mammon, zu trennen.
Sicherlich haben wir alle schon mal die Redewendung „Über Leichen gehen“ gehört. Wir kennen es im Zusammenhang mit Menschen die ehrgeizig, rücksichts- und skrupellos ihre egoistischen Ziele verfolgen. Genau DAS bewirkt Satan bei denen, die Sklaven ihrer Gier, Macht oder sonstigen Dingen gleicher Natur sind. Wozu Menschen dann fähig sind, nur um ihre Position zu sichern oder zu behaupten, zeigt uns ein tragisches Ereignis aus der Heiligen Schrift. Als König Herodes erfuhr dass in Bethlehem der König der Juden geboren wurde, bekam er einen „Schock,“ da er seinen Thron in Gefahr sah. Was jedoch DANN geschah, ist nicht in Worte zu fassen. Er erteilte den Befehl, in Bethlehem und seinem gesamten Herrschaftsgebiet, ALLE männlichen Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren zu töten. Welch Leid und tiefen Schmerz er dadurch über hunderte, ja tausende Familien brachte………unfassbar grausam. Herodes ging im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, nur um sich seine Position und Vormachtstellung zu sichern. SO weit kann Satan Menschen bringen, für die Ruhm, Reichtum, Ehre oder Macht ALLES bedeutet.
Freunde, lasst uns sammeln. Aber nicht Gold und Silber, sondern WAHREN Reichtum, nämlich einen goldenen Charakter. Nach diesem Schatz sollten wir streben, tagein, tagaus. Eine bessere Vermögensanlage gibt es nicht. Alle Besitztümer dieser Erde werden brennen – doch die Schätze des Himmels bleiben ewig.
Der HERR helfe uns dabei.