Andacht

Andacht 30.01.’25

„Der Hauptmann aber, der dabeistand ihm gegenüber und sah, dass er mit solchem Geschrei verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist GOTTES Sohn gewesen!“
(Mk. 15,39)

Freitag. Kein normaler Freitag. Es sollte der wichtigste Freitag in der Geschichte dieses Planeten werden. Mit bestialischer, herzzerreißender Grausamkeit trieben die römischen Soldaten den zutiefst geschundenen Erlöser nun spottend hinauf nach Golgatha. Diesem großen Ereignis wohnten natürlich viele Menschen bei, zumal Jesus zu dem Zeitpunkt alles andere als ein fremder in Israel war. Viele Menschen kannten ihn – und hatten nur zu oft sein Wirken erlebt. Unter dem ganzen Getummel von Menschen befand sich natürlich auch ein römischer Offizier, der die Verantwortung zu diesem ganzen Geschehen trug.
Dieser römische Hauptmann hatte alles mit angesehen, ja, er hatte sogar Befehle erteilt. Er sah wie Jesus geschwächt und voller Schmerzen das schwere Kreuz nach Golgatha schleppte. Immer wieder brach er unter der Last zusammen, bis sie jemanden beauftragten (Simon von Kyrene) ihm zu helfen.
Oben angekommen, rissen sie ihm die Kleider vom Leib und fuhren mit ihrem Spott und Hohn geradewegs so fort. Schließlich legten sie ihn mit dem Rücken aufs Kreuz, breiteten seine Arme aus und hämmerten mit bestialischer Wucht die gewaltigen Nägel durch seine zarten, unschuldigen Hände.
Hände, die er zuvor noch segnend ausstreckte………Hände, mit denen er unzählige Kranke heilte……….Hände, die stets bereit waren zu dienen, wo immer es nötig war. Über seinen Schmerzensschrei lachten sie nur.
Dann holten sie den großen Nagel für die Füße. Allein der Gedanke daran lässt einen erstarren. Wie schmerzhaft muss DAS sein?! Doch auch hier fuhren sie unbekümmert fort.
Als letztes stemmten sie das Kreuz mit IHM nach oben und rammten es ins Loch.
Nun hing der Erlöser da. Sein Blut tropfte auf die Erde, sein Gesicht verzerrt vor Schmerzen, sein Herz vollkommen zerbrochen. Doch in all seinem Leid hegte er keinen einzigen Gedanken der Rache. Auch gab er kein einziges Widerwort gegenüber seinen Peinigern. Das Gegenteil war der Fall. Mitleidsvoll hinabblickend auf seine Spötter, rief er aus:
„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen NICHT was sie tun!“
Doch nicht die Soldaten töteten ihn…….nein………es war die Sünde. DIE Sünden, die DU und ICH Tag für Tag begehen, richteten ihn so grausam zu. Mein Freund, jede Sünde – sei sie noch so „klein“ – bereitet ihm auch heute noch Kummer und Schmerzen. Wie leichtfertig gehen wir mit Sünde um. Ist uns die wahre Tragweite davon auch nur annähernd bewusst? Ist uns klar, dass es die Sünde war die solch ein immenses, beispielloses Opfer erforderlich machte? Nehmen wir uns heute noch Zeit, um ernsthaft darüber zu reflektieren und ins Gebet zu gehen? Was mich anbetrifft, ich möchte meinem Erlöser keine Schmerzen mehr zufügen – oder ihn durch mein Verhalten traurig stimmen, denn er hat genug für mich gelitten. Wenn selbst der Hauptmann, ein hartgesottener, furchtloser Kämpfer des römischen Imperiums, am Ende mit den Worten: „Wahrlich, dieser Mensch ist GOTTES Sohn gewesen!“……..zu Jesu Füßen „zusammenbrach,“ um wieviel größer, tiefer und stärker sollte da nicht UNSERE Ehrfurcht und Liebe Jesus gegenüber sein? Gewiss kehrte der Offizier in seiner Karriere bereits von unzähligen Kriegen und Kämpfen als triumphaler Sieger wieder heim. Doch den mächtigsten Sieg seines Lebens, errang er an diesem „schicksalhaften“ Freitag dort auf Golgatha. Hier, zu Jesu Füßen niederfallend, wurde er zu einem echten Helden, den der ganze Himmel bejubelte.
DAS ist der einzig wahre Sieg im Leben eines Menschen.
Wie sieht es mit Dir aus mein Freund? Möchtest du dich nicht auch auf die Seite der Sieger stellen? Viel Zeit zum überlegen bleibt uns nicht mehr.
GOTT der HERR helfe uns dabei!