Andacht

Andacht 6.5.’25

„Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: HERR, HERR, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.“
(Matth. 25, 6-12)

Eines der markantesten Endzeitgleichnisse Jesu. Warum aber verspürte er die dringende Notwendigkeit dieses Gleichnis zu erzählen? Hat es überhaupt etwas mit uns heute zu tun? Gehen wir der Sache mal auf den Grund. Offensichtlich gibt es hier zwei Gruppen von Menschen die sehr vieles gemeinsam haben.

1. Es sind ALLES Jungfrauen
2. Sie warten ALLE auf den Bräutigam
3. Sie sind ALLE im Besitz von Lampen
4. Sie möchten ALLE zur Hochzeit gehen
5. Sie schlafen ALLE ein
6. Sie wachen ALLE beim Ruf auf

Sie sind quasi „eins“…….. bis zu einem bestimmten Punkt. Plötzlich, in einem Augenblick, ertönt der Ruf: „Siehe, der Bräutigam kommt!“
Sofort stehen alle auf, um IHM entgegenzueilen. Doch plötzlich gibt es eine dramatische Trennung der Gruppe. Warum? Was ist passiert? Was ist der Grund dafür? Sind die einen vielleicht klüger als die anderen? Oder hübscher? Sind die einen vielleicht reich und die anderen arm? Warum werden sie auseinanderdividiert? Nun, wenn wir dieses Gleichnis aufmerksam lesen, werden wir den Grund schnell feststellen. Die törichten Jungfrauen hatten kaum noch Öl in ihren Lampen. Das Feuer drohte zu verlöschen. Im absoluten Panikmodus suchen sie verzweifelt noch irgendwo Öl herzubekommen. Doch vergebens. Als sie von ihren erfolglosen Bemühungen zurückkehren, ist die Tür bereits verschlossen.
Was bedeutet das? Ganz offensichtlich gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den 5 törichten und den 5 klugen Jungfrauen. Das Öl. Öl symbolisiert in der Bibel den Heiligen Geist. Jetzt bekommt das Gleichnis Substanz, nicht wahr? In Epheser 4,30 sagt uns die Schrift:
„Und betrübt NICHT den Heiligen Geist GOTTES, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.“
Nun, der Heilige Geist tut ein immens wichtiges Werk am Menschen, wenn dieser es zulässt. ER wirkt an uns, verändert uns – und bereitet uns für das Reich GOTTES vor. Das jedoch geschieht nicht in fünf Minuten, sondern ist ein unglaublich wichtiger und gewaltiger Prozess. Wie sieht es in deinem und meinem Leben aus? Haben wir uns dem Wirken und der Arbeit des Heiligen Geistes hingegeben? Völlig und ganz? Kann ER uns vorbereiten für die Wiederkunft Jesu?
Vielleicht denkst du…….. „ich hab doch noch Zeit.“ Genau DAS dachten die 5 törichten Jungfrauen auch. Plötzlich aber, in einem Augenblick, war alles vorbei. Was versuchten sie noch in Hast und Eile verzweifelt hinzubekommen? Eine schnelle „Instant-Vorbereitung.“ Doch diese Rechnung geht nicht mehr auf. Lass mich dir sagen warum: Wenn du es versäumst im Frühjahr den Samen zu säen, dann im Herbst siehst wie dein Nachbar in seinen Garten geht um zu ernten, kannst du zwar noch rasch in deinen Garten flitzen um zu säen……… doch ernten wirst du NICHT mehr können.
Darum ist das HEUTE in der Schrift so wichtig und essenziell, denn Morgen bereits, kann es zu spät sein. Vers 10 in diesem Gleichnis sagt:
………und die BEREIT waren, gingen mit IHM hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.“
Was genau ist die Quintessenz dieser Rede Jesu bzw. was möchte er uns eindringlichst nahelegen? Ganz klar: Bereit durch Vorbereitung – und Vorbereitung ist ein aktiver Prozess!
Ganz gleich was du in deinem Leben für „Rufe“ verspürst………. der Ruf Jesu ist mit Abstand der bedeutendste. Diesem Ruf zu folgen, bedeutet Leben. ihn abzulehnen, Tod.
Freunde, lasst uns nicht töricht handeln, indem wir die Zeit der Gnade unserem ICH frönen. Mit den Worten Paulus‘ aus 2. Korinther 6,2 möchte ich uns die Dringlichkeit der Vorbereitung noch einmal klar vor Augen führen:
„Siehe, JETZT ist die Zeit der Gnade, siehe, JETZT ist der Tag des Heils!“
Jesus steht vor der Tür. Hast du aufgemacht und ihn reingebeten – oder klopft er immer noch? Lasst uns NICHT damit spielen.
Möge der HERR uns die Bereitschaft zur Vorbereitung schenken.