Andacht 7.5.’25
„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“
(Matth. 10, 32-33)
Ein sehr starkes Bild. An dieser Stelle möchte ich ein Frage stellen: Ist euch etwas aufgefallen in der Welt der Christenheit? Ein äußerst seltsames……. um nicht zu sagen völlig paradoxes und absurdes Phänomen. Rund 2,5 Milliarden Menschen – was ca. 30,5% der gesamten Weltbevölkerung ausmacht, also fast ein Drittel – nennen sich Christen. Eine ganz schöne Menge, nicht wahr? Das Christentum steht somit – rein quantitativ – an der Spitze der Weltreligionen. Wie aber sieht es qualitativ aus? Wie oft begegnen wir draussen im Alltag „erkennbare“ Christen, wie z.B. dieser Mann auf dem Andachtsbild? Christen die sich des Evangeliums NICHT schämen……. Christen die ihren HERRN NICHT verleugnen……. Christen die ihr Christsein NICHT verstecken…….. sondern Christen, die ihren Erlöser offen vor allen Menschen bekennen. Nun Freunde, hier kommt das paradoxe. Die meisten sogenannten Christen stecken Jesus in die Hosentasche, und da hat er gefälligst den Tag zu verbringen. Wir nennen uns Christen und verstecken „Jesus“ in unserem Alltag? Ist das nicht der Gipfel der Absurdität? Stell dir mal folgendes vor: Eine Ehe. Du hast dich als Mann bewusst für deine Frau entschieden und von ganzem Herzen JA gesagt – möchtest aber in der Öffentlichkeit NICHT mit ihr gesehen werden. Auch möchtest du mit niemandem über sie reden. Nichts dergleichen. Du versuchst sie im Alltag einfach gekonnt zu „verbergen.“
Nun, was für ein Ehemann wäre das? Ich glaube dass wir es hier mit einem ganz anderen Problem zu tun haben. Kann es sein, dass die meisten sogenannten Christen niemals wirklich JA zu Jesus gesagt haben? Sind es vielleicht Kulturchristen, Traditionschristen oder ähnliches dieser Art, bei denen Jesus vor verschlossener Tür steht?
Freunde, die folgende Frage die sich jeder selbst stellen sollte, ist sehr ernst: Was für ein Christ bin ich? Ein weltlicher „Standardchrist,“ oder bin ich ein echter, wiedergeborener Christ?
Worüber reden Menschen am liebsten? Na ist doch klar, über das was sie am meisten begeistert! Wie oft hören wir Menschen im Alltag über Jesus reden? Sollte uns das nicht ernsthaft zum Nachdenken bringen? Doch lasst uns den Blick weg von den anderen, auf uns selbst richten. Worüber rede ich im Alltag am liebsten?
Selbstverständlich können wir nicht 24 Stunden am Tag, mit sämtlichen Menschen die uns über den Weg laufen, permanent über Jesus und ähnliche Dinge reden. Das meine ich mit der obigen Frage auch nicht. Es geht mir vielmehr um eine Grundhaltung. Kann mein Nächster spüren, sehen und wahrnehmen, dass ich im schönsten Bund den ein Mensch im Leben eingehen kann – nämlich den Bund mit Jesus – lebe?
Leben wir nicht in einem christlichen Abendland, wie es so schön heißt? Dann lasst uns beginnen, Jesus mit Posaunen, Zimbeln und Harfen zu bezeugen! Lasst uns DAS was verlorengegangen ist, wieder NEU aufrichten…….. denn Jesus kommt bald! Und wenn er kommt, möchte ich NICHT die Worte: „Weiche von mir, denn ich habe dich nie gekannt“ hören, sondern ihn mit offenen Armen empfangen und die seligen Worte vernehmen: „Komm her, du gesegneter meines Vaters!“
Möge der HERR uns Kraft und Mut geben, IHN allezeit zu bezeugen. Sei es durch Worte, Taten oder auch „nur“ Gedanken.
DAS wünsche ich dir – und uns allen.