Andacht

Andacht 8.1.’25

„Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.“
(1. Petr. 3,9)

Die Tage schickte mir eine liebe Glaubensschwester folgende lehrreiche und kostbare Parabel zu, die ich (etwas abgeändert) gerne mit euch teilen möchte.

Die Last des Grolls.

Es war einmal eine Ameise die ein großes Bündel Futter trug. Unterwegs versperrte ihr ein Käfer den Weg und machte sich über ihre Last und Arbeit lustig. Es war nicht das erste mal dass er dies tat.
Die Ameise ignorierte seinen Spott, umging ihn und lief einfach weiter. Eines Tages als sie wieder unterwegs war, sah sie wie der Käfer sich im klebrigen Harz eines Baumes verfangen hatte und um Hilfe rief. All die Tiere die seinen Spott und schlechten Manieren satt hatten, würdigten ihn keines einzigen Blickes. Ganz im Gegenteil: Ihre Schadenfreude stand ihnen direkt ins Gesicht geschrieben.
Die Ameise jedoch näherte sich ihm, suchte einen passenden Grashalm den sie ihm entgegenstreckte – und befreite ihn aus seiner misslichen Lage.
Dankbar fragte der Käfer, warum sie ihm trotz seines unaufhörlichen Spotts geholfen habe. Die Ameise erwiderte:
„Ich kann bis zu 20 mal mein eigenes Gewicht tragen – doch es gibt eine furchtbar schwere Last, die ich weder tragen kann, noch will: Groll.
Deshalb sorge ich dafür, dass ich sie niemals auf meinem Rücken lasse, denn ich brauche diesen Raum, um Dinge zu transportieren die für mein Überleben wichtig sind.“
Der Käfer, der zutiefst beschämt war, änderte von da an seine Einstellung für den Rest seines Lebens.
(Autor unbekannt).
Mein Freund, denk immer daran, Groll, Zorn, Hass oder Wut mit sich zu „transportieren,“ ist wie eine glühende Kohle zu fassen, ohne sie loszulassen. Du bist derjenige der sich verbrennt.
Möge der HERR uns auch in dieser Sache helfen und segnen. Es gibt KEINE Last, die ER uns nicht abnehmen könnte oder wollte. Doch reißt er sie uns nicht vom Rücken oder aus den Händen – NEIN – er lädt uns ein, sie am Fuß des Kreuzes niederzulegen. Wie HERR-lich und wunderbar ist es doch, wenn man plötzlich spüren darf wie einem ein Riesen-Klotz und gewaltiger Brocken vom Herzen fällt.
Möge der HERR uns gnädig sein.