Andacht

Andacht 8.4.’25

„Niemand hat größere Liebe als DIE, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“
(Joh. 15,13)

Stell dir mal folgendes vor:
Ein Vater – Jäger von Beruf – geht mit seinem über alles geliebten Sohn in den Dschungel. Es ist nicht das erste mal. Oft genug waren sie schon unterwegs und erlebten dabei viele schöne und spannende Momente. Doch wenn es Abend wird, klammert sich der Junge fest an den Vater, da es mit zunehmender Dämmerung immer“unheimlicher“ wird.
Wilde Tiere aller Art, Leopard, Schlangen, Tiger usw. werden immer bedrohlicher. Doch fest an der Seite seines starken Vaters, besitzt der Junge nicht die geringste Spur von Furcht oder Angst.
Eines Tages gehen sie wieder in die Wildnis. Ein ganz normaler Tag. Die Dämmerung kommt, es wird Abend. Der Junge dreht sich um, um sich an seinen Papa zu klammern – doch mit Schrecken muss er feststellen dass dieser nicht mehr da ist. Ängstlich ruft er……. „Papa, Papa?……wo bist du?“
Keine Antwort. Es wird zunehmends unheimlicher, wodurch auch seine Furcht stetig zunimmt. Kein Vater mehr da. Er ruft immer lauter, keine Antwort. Die Gefahr wird immer größer, er bekommt richtige Todesangst. Sein Vater ist nicht mehr da……. keiner mehr der ihn beschützt. Nun ist er völlig auf sich allein gestellt. Auch gibt es keinen Ausweg mehr, da es bereits finster ist und er kein Licht besitzt. Ganz allein und verlassen muss er nun dort die Nacht verbringen, während er mit seiner Todesangst ringt.
„Mein GOTT, mein GOTT, WARUM hast du mich verlassen?“ (Matth. 27, 46)
Könnte es sein, dass Jesus „genau diese“ Erfahrung am Kreuz gemacht hat – nur noch bedeutend intensiver? Zeit seines irdischen Daseins, hatte er stets eine enge, starke und ungetrübte Verbindung zum himmlischen Vater. DAS war seine Kraftquelle. Er liebte den Vater über alles und der Vater liebte ihn genauso sehr. Doch die Stunde der Finsternis sollte nicht ausbleiben. Nun war es soweit, sie kam mit gewaltiger Wucht. Ein furchtbar schwerer Weg wartete auf unseren teuren Erlöser. Sein Todesringen in Gethsemane hatte ihn schwer gezeichnet. Er konnte nicht mehr. Sein Angesicht war gänzlich verzerrt von diesem schrecklichen Todeskampf. Noch hatte der Vater sich nicht zurückgezogen. Er sandte seinem geliebten Sohn einen mächtigen Engel, der ihn für den bevorstehenden Pfad stärken sollte.
Doch nun kam der Augenblick der Trennung. Meine und deine Sünden schoben sich wie eine Mauer zwischen Jesus und seinen Vater. Sie trennten, nein, rissen ihn vollständig aus der Hand seines geliebten Vaters. Nun musste ER – verlassen von allem und jedem – ganz allein da durch. Niemand der sich um ihn kümmerte, keiner der nach ihm fragte. ALLEIN und verlassen blickte er dem Tod ins Auge. Was für ein bitterer Kampf!
DAS mein Freund, hat er alles freiwillig getan! Kannst du dir das vorstellen? Für Dich und mich! Gibt es eine größere Liebe?
Nein, unmöglich!
Kann man solch eine Liebe ignorieren und unbeantwortet lassen?
Nein, unmöglich!
Was ist Deine Antwort darauf?
Der HERR segne uns alle!