Andacht 8.5.’25
Eines Tages klebte ein Schüler seinem Klassenkameraden Max ein Stück Papier, mit dem Wort „dumm“ auf den Rücken. Die ganze Klasse schwieg und machte sich lustig darüber.
Während des Matheunterrichts schrieb der Lehrer eine etwas komplexere Aufgabe an die Tafel, deren Lösung nur ein einziger Schüler wusste, nämlich Max. Also bat ihn der Lehrer nach vorne um die Aufgabe an der Tafel zu lösen, was er auch tat. Während Max fleißig schrieb und rechnete, hörte er ständig Gelächter und Gekicher aus den Reihen seiner Mitschüler. Doch ließ er sich – auch wenn alle lachten – nicht aus der Ruhe bringen, bis seine Aufgabe erfüllt und abgeschlossen war.
Nach getaner Arbeit, entfernte der Lehrer das Blatt auf seinem Rücken, zeigte es ihm und sagte: „Offenbar weißt du nicht, dass einer deiner Klassenkameraden das auf deinen Rücken geklebt hat. Du solltest wissen mein Junge, dass die Leute dein ganzes Leben lang versuchen werden dir „Etiketten“ aufzukleben. Die meisten davon, mit der Absicht deine Ziele auszubremsen. Hättest du von diesem Spott auf deinem Rücken gewusst, wärst du wahrscheinlich nicht aufgestanden um diese Aufgabe zu lösen.
Was du heute getan hast, ist genau das, was du weiterhin tun solltest: Ignoriere die „Etiketten,“ die die Leute versuchen dir zu verpassen! Nutze statt dessen jede Gelegenheit, weiterzukommen und dich zu verbessern.“
Als sich der Lehrer an die anderen Schüler wandte, fügte er hinzu: „Es ist offensichtlich, dass du keine loyalen Freunde in dieser Klasse hast, sonst hätte dich wohl irgendeiner gewarnt. Egal wie viele Freunde du hast, was zählt ist Loyalität. Ein Freund ist derjenige, der auch hinter deinem Rücken für dich steht. Der Rest sind nur Wichtigtuer.“
Eine bemerkenswerte Geschichte. Kann es sein, dass es uns im Glauben manchmal auch so geht?
Kann es sein, dass „Freunde“ uns belächeln, während wir es mit Jesus ernst meinen und IHM von Herzen nachfolgen möchten?
Kann es sein, dass wir manchmal wie Außenseiter behandelt werden, weil wir aufgrund unseres Glaubens das Etikett „dumm“ auf dem Rücken haben? Schließlich leben wir im 21. Jahrhundert, in einer völlig aufgeklärten Welt. Die biblischen „Märchen“ sind aus der Mode gekommen.
Denken wir an Noah. Er hatte das tupfergleiche Etikett auf seinem Rücken. Täglich kamen die Menschen, um ihn zu verhöhnen und sich lustig über ihn zu machen. Wie reagierte er darauf? Gar nicht! Er ließ sich durch nichts von seiner Treue und Liebe zu GOTT ablenken – oder gar abbringen. Das genaue Gegenteil war der Fall: Zielstrebig und mit großem Fleiß arbeitete er weiter an der Arche, während die Menschen „hinter“ seinem Rücken spotteten und lachten.
Mein Freund, ich möchte dich heute aufrichtig ermutigen, weiterhin unbeirrt im Glauben, Hand in Hand mit unserem Erlöser voranzuschreiten. Ja, das kann zuweilen schmerzhaft sein, wenn man die Aktionen und Reaktionen mancher Menschen – um nicht zu sagen auch mancher „Freunde“ – wahrnimmt und (er)tragen muss. Schließlich möchten wir ja von der Gesellschaft nicht ausgegrenzt sein. Doch lasst uns NIE vergessen was Jesus in Matthäus 10,22 sagte:
„Und ihr werdet um meines Namens Willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, DER wird gerettet.“
Die Bandbreite ist enorm. Von spotten und belächeln bis hin zur Ausgrenzung (auch von eigenen Freunden) und gar Hass. Das alles sind Methoden, mit denen der Feind immer wieder auf’s neue versucht uns von Jesus wegzureißen. Doch vergiss eines nicht: Derjenige der HINTER dir steht, ist größer als derjenige der vor dir steht. Mit allem Nachdruck legt uns Paulus in Römer 12,11 ans Herz:
„Lasst NICHT nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“
Egal wieviele „Freunde“ du hast, was zählt ist deine Treue zu Jesus. Ein echter Freund wird niemals hinter dir sitzen und über dich lachen. Ein echter Freund wird hinter dir stehen und dir den Rücken stärken. Und genau DAS tut Jesus mit dir. Vertraue IHM von ganzem Herzen.
DAS ist mein Wunsch für uns alle.