Andacht 9.10.’24
Lebensverlängernde Maßnahmen
Heute möchte ich folgendes kleines Gedicht für sich selbst sprechen – und wirken lassen.
„Am Grabe streuen Menschen Blumen,
warum den nur im Leben nicht?
Warum so wenig Liebe üben
und warten bis das Herze bricht?
Den Toten freuen keine Blumen,
er fühlt im Grabe keinen Schmerz.
Würde man im Leben Liebe üben,
so schlüge länger manches Herz.“
Ja, genau so ist es. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Wieviel ein Mensch uns wirklich bedeutet, zeigt sich im Leben, nicht an seinem Grab.
Ein Wort des Trostes, ein Wort der Ermutigung, ein Wort der Wertschätzung……..oder eine Geste der Liebe…….all diese Dinge bringen unserem Nächsten nur dann etwas, wenn er noch lebt.
Vielleicht rettest du einem Menschen sogar das Leben damit!
Wer weiß, ob nicht vielleicht dein Nachbar, Arbeitskollege oder gar der Postbote vor deiner Tür innerlich resigniert hat, weil ihm seine Sorgen und Probleme über’n Kopf gewachsen sind – und er einfach kein Licht mehr am Ende des Tunnels sieht? Vielleicht brauchts nur eine kleine freundliche Geste oder ein trostvolles Wort, um ihn wieder aufzurichten.
Einsamkeit, Niedergeschlagenheit, Sorgen und Probleme bis hin zur Verzweiflung, sind für viele Menschen keine Ausnahme mehr – sondern „Regelbetrieb“ im Alltag. Wie begegnete unser Heiland seinem Nächsten?
„Der Geist des HERRN ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des HERRN ausrufe.“
(Luk. 4,18)
All dies Gute, können wir nur so lange tun, solange unser Gegenüber noch lebt. Die Freude, einem Menschen Freude zu bringen, ist die schönste Freude.
Lasst uns heute damit beginnen 🙏