Andacht

Andacht 9.4.’25

„Dich, Mensch, habe ich zum Wächter für das Volk Israel bestimmt. Du sollst mir gut zuhören, wenn ich dir eine Botschaft gebe, und die Israeliten in meinem Auftrag warnen.“
(Hes. 33,7)

Kapitel 33 aus Hesekiel – sehr bedeutsam. Der Prophet zeichnet hier ein äußerst interessantes Bild. Es geht um das Wächteramt. Was ist darunter zu verstehen?
Nun, wenn wir in der Zeit etwas zurückreisen, kommen wir in Äras und Epochen, in denen Wächter auf der Mauer Gang und Gebe waren. Welche Funktion hatte der Wächter auf der Mauer? Ich denke das ist uns allen bekannt. Die Wachen mussten stets auf der Hut sein, und – sobald Gefahr drohte – sofort Alarm schlagen. Die Funktion eines Wächters war (über)lebenswichtig! Eine Gefahr nicht erkannt oder falsch eingeschätzt, hätte die Vernichtung einer Stadt oder eines ganzen Volkes zur Folge gehabt.
Hesekiel verwendet – wie es Propheten oft taten – ein Bild, um eine wesentlich wichtigere und größere Realität zu verdeutlichen. Auf dieser Erde tobt ein erbitterter Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Christus und Satan. Dabei geht es jedoch „nicht“ primär um Christus oder Satan, denn der Sieger – Jesus Christus – steht seit zweitausend Jahren fest. Es geht vielmehr um Dich und mich! In diesem Kontext stellt sich natürlich die wichtige Frage: Wie reagierst du, wenn der Wächter ins Horn bläst……. wenn aus geistlicher Sicht ernste Gefahr droht? Ein Wächter hat, bzw. sollte die Gabe haben, eine Situation rechtzeitig und richtig einzuschätzen, sonst taugt er als Wächter nichts.
GOTT hat zu allen Zeiten, ja, bis heute noch, geistliche Wächter die eine enorme Verantwortung inne haben. Der Feind schleicht um die Mauern und versucht sich Zugang zur Festung zu verschaffen. Zugang mittels fatalen Irrlehren, wie z.B. die LGBTQ Legitimation oder falsche Bündnisse wie die Ökumene usw. Selbstverständlich alles schön verpackt im christlichen Mäntelchen der „Liebe.“
Wenn der Wächter klar und deutlich Alarm bläst …….wie reagierst du? Beginnst du mit ihm zu diskutieren ob er das jetzt wirklich richtig erkannt hat……… oder rüstest du dich zum Kampf? Leider geschieht ersteres viel zu oft. Diskussionen, Argumente, Debatten……….. das alles dient lediglich dafür, dass der Feind ungehindert eindringen kann. Und je mehr Boden er gewinnt, desto größer der Schaden den er anrichtet. Wir haben die Methode Jesu verlernt, um nicht zu sagen……. verworfen. Wie reagierte Jesus auf Angriffe des Feindes?  Wie kämpfte ER? Mit einem: „Es steht geschrieben!“
Was geschah als unmittelbare Folge darauf? Der Feind zog sich zurück. Eine machtvollere, effektivere Waffe gibt es nicht. Nutzen wir sie heute in diesem unerbittlichen geistlichen Kampf? Betrachten wir die Schrift noch als eine echte Schutzwehr? Leider geschieht das kaum noch. Das heutige Credo lautet: „Toleranz und (falsche) Liebe, auf Kosten der Wahrheit.“
Genau DAS ist geschehen. GOTTES Wort hat kaum noch eine Chance gegen menschliche Gebote, Traditionen und Meinungen. Mein Freund, es geht um viel zu viel, als dass wir uns erlauben könnten mit der Wahrheit zu spielen. Wenn der Wächter ruft, dann rüste dich durch das Wort mit ernstem Gebet zum Kampf. Sei allzeit bereit, denn der Feind geht umher wie ein brüllender Löwe. Zieh wie Jesus das mächtige Schwert (GOTTES Wort)……. denn dann wird der HERR MIT dir sein und für dich kämpfen. Begeben wir uns in diesem gewaltigen, sich zuspitzenden finalen Kampf, voll und ganz mit Zuversicht in GOTTES Hände. Ganz gleich wie groß und übermächtig der Feind auch scheint – verglichen mit unserem Erlöser ist er ein Staubkorn. Halt dich fest am HERRN, an seinem Wort – und glaube! Denn ER spricht: „Ihr sollt euch NICHT fürchten und NICHT verzagen vor diesem großen Heer; denn NICHT IHR kämpft, sondern GOTT!“
Möge dies zu unserer täglichen Erfahrung werden – auch heute.