Andacht Fritz Dengel 11.6.’24
“Verkauft eure Habe und gebt Almosen! Macht euch Beutel, die NICHT veralten, einen Schatz, der nicht vergeht, im Himmel , wo KEIN Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt.“
(Lukas 12,33)
Ein ziemlich heikles Thema das Jesus hier anspricht. DAS womit wir Menschen, zumindest die meisten davon, uns definieren. Nämlich mit dem was wir besitzen bzw. erreicht haben. Die Aufforderung Jesu:
„Verkauft was ihr habt und gebt Almosen.“
Hmmm ……. wie ist das gemeint?
Wenn wir den Kontext dazu lesen, stellen wir fest dass es sich um einen Teil der Bergpredigt handelt. Es geht um das Thema Sorgen. Sorgen sind durchaus berechtigt ……… doch der HERR unterscheidet deutlich zwischen falschen und rechten Sorgen.
Was sind falsche Sorgen, was sind berechtigte Sorgen?
Wenn wir uns diese Welt anschauen, uns eingeschlossen, dann können wir alle gemeinsam etwas beobachten. Der Mensch tut und macht, arbeitet, bemüht sich, ist fleissig ……… und wofür das ganze? Um SICH im Leben eine Zukunft zu sichern. Mein Haus, mein Auto, mein Motorrad, mein Pool, mein dies, mein jenes.
Im Regelfall dauert dieser Prozess ein ganzes Leben lang. Ich kenne keinen Menschen der in der Blüte seines Lebens gesagt hat: „Jetzt hab ich genug gesammelt ……. ich brauch nichts mehr.“
Ganz im Gegenteil: “Ich will nur noch dies und jenes, DANN hab ich alles was ich brauche und mir gewünscht habe.“
Freunde, genau DAS ist falsches Sorgen. Wir sind immer noch der Meinung, dass das was wir uns im Leben erarbeiten und aufbauen am Ende unsere Sicherheit ist.
Und dabei übersehen wir, wie wir uns ein Leben lang sorgen und mühen, um uns eine Zukunft zu schaffen die keine Zukunft hat. Ist das nicht paradox? Diese Welt hat keine Zukunft. Bald wird alles brennen! Nichts mehr bleibt übrig. Hast du dich schon um das eigentliche gekümmert? Hast du Vorsorge getroffen?
Sagt Jesus nicht ……. sorgt euch NICHT um das was ihr essen sollt, was ihr anziehen sollt, was ihr trinken sollt? Nach diesen Dingen trachten die Heiden – NICHT ihr!
Und doch scheint es ganz so, dass wir uns in diesen Dingen von der Welt nicht unterscheiden. Wieviel investieren wir – im Verhältnis zur irdischen – in die ewige, himmlische Zukunft?
Liegt nicht genau HIER der Segen? Der HERR ruft uns auf, in SEIN Werk zu investieren. In SEIN Werk …….. hmmmm ……. hört sich ganz danach an, als „müssten“ wir auf unsere Belange verzichten und für jemand anderen „arbeiten.“
Oh nein, nicht im geringsten! Was genau ist denn SEIN Werk? Mein Freund, SEIN Werk ist DEINE Rettung! Ist das nicht fantastisch? Hier schließt sich der Kreis. In SEIN Werk zu investieren bedeutet nichts anderes als direkter Segen für dich – und gleichzeitig natürlich auch für andere. Der HERR möchte nicht nur Zeit und Energie von dir .……… sondern alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Dazu gehören auch materielle und finanzielle Dinge ……. einfach alles. Wieviel investierte Jesus in DEIN ewiges Leben?
Wende deine Augen im Geist nach Golgatha, und blicke in das schmerzverzerrte Gesicht deines Erlösers. Kannst du seine leise, geschwächte Stimme von seinen zitternden Lippen vernehmen? „Mein Kind, ALLES für DICH.“
Die Verheißung die uns DANN gilt, lautet: Trachtet vielmehr nach SEINEM Reich, SO wird euch dies zufallen.“ (Matth. 6,33)
Der HERR sorgt für uns – wenn wir denn endlich mal aufhören würden uns ständig selbst um uns tot zu sorgen. Doch solange wir das noch nicht verstanden haben, werden wir uns in dieser endlosen Spirale immer weiter abwärts bewegen. Heute sind Freigebigkeit und Großzügigkeit ein Fremdwort geworden. Stattdessen stehen Geiz und Egoismus hoch im Kurs.
Vielleicht sagst du jetzt: Nein, das stimmt nicht. Die Menschen geben gerne und freiwillig. Ja, richtig ….. aber nur das was sie übrig haben.
Im Glauben zu handeln bedeutet weitaus mehr. Im Glauben zu handeln, bedeutet – wenn nötig – auch dein letztes Hemd ins Werk des HERRN zu geben …….. und DANN im Vertrauen auf SEIN Wort vorwärts gehen.
Wir möchten große und wunderbare Erfahrungen mit dem HERRN machen? Dann müssen wir auch bereit sein große Dinge für IHN zu tun.
DANN werden des Himmels Fenster geöffnet, und der HERR wird Segen mit Eimern herabgießen. Lasst uns unsere Prioritäten NEU ordnen. Zuerst das Werk des HERRN. Lasst uns um Kraft und Glauben beten, damit wir endlich aufstehen und beginnen. DANN werden wir erleben, wie das Werk des HERRN mit gewaltigen Schritten voranschreitet – und sich der Segen des Allmächtigen in unserem Leben manifestiert.
Der HERR helfe uns dabei.