Andacht

Andacht Fritz Dengel 13.6.’24

Wenn ihr zürnt, versündigt euch nicht! Die Sonne gehe NICHT unter über eurem Zorn, und gebt dem Teufel KEINEN Raum!“
(Eph. 4, 26-27)

Natürlich – und auch leider – kommt es im Leben vor dass wir streiten. Streit ist weder etwas schönes, noch was erbauliches. Ganz in Gegenteil: Es birgt großes Zerstörungspotenzial. Daher sollten wir stets darauf achten, dass wir keinen streitsüchtigen Geist pflegen.
Und doch kommt es vor dass wir streiten. Wie schon erwähnt, ist Streit nichts schönes. Doch es gibt einen Faktor, der die Situation um ein vielfaches verschärft. Was meine ich damit?
Ganz einfach: Wenn man bis zum Schluss Recht haben muss – und dem Gegenüber absolut unversöhnlich bleibt. An dieser Stelle hab ich eine Frage: Hast du schon mal darüber nachgedacht, was wäre, wenn du dein Gegenüber im Streit das letzte mal gesehen hast?
Dazu ein paar nachdenkenswerte Zeilen:

Am Grabe streuen Menschen Blumen,
warum denn nur im Leben nicht.
Warum so sparsam mit der Liebe,
und warten bis das Herze bricht.

Den Toten freuen keine Blumen,
er fühlt im Grabe keinen Schmerz.
Würd` man im Leben Liebe üben,
dann schlüge länger manches Herz.

Versöhnung ist immer möglich – wenn ich es denn möchte.
Möge der HERR uns die Augen für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens öffnen – und unsere steinernen Herzen in fleischerne umwandeln. GANZ nach seiner Verheißung aus Hesekiel 36, 26-27.
Doch beachte:
Der HERR kann – und wird nichts tun – wenn du es ihm nicht erlaubst. DAS ist selbstverständlich eine absolute Grundvoraussetzung. GOTT zwingt nicht, aber er lädt dich bittend ein. Zwang ist ein Instrument Satans, mit dem er Milliarden von Menschen fest in seiner Hand hat – indem er mit Angst und Drohungen herrscht.
Wenn wir uns den Kontext der Einladung Jesu an uns immer wieder vor Augen führen, wird sich unser Horizont zu dem ganzen Thema signifikant verändern.
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jer. 29,11)

Genau DAS ist GOTTES Ziel mit dir.

Doch je mehr Raum wir dem Teufel durch Zorn, Wut und Hass geben, desto weiter wird er uns von GOTT wegziehen. Nichts anderes möchte er. Am leichtesten hat er es mit denjenigen, denen Unrecht geschehen ist. Die Wut darüber ist oft so groß, dass wir dem Heiligen Geist dadurch fast alle Türen zu unserem Herzen verschließen. Meine geliebten Freunde, an dieser Stelle möchte ich etwas immens wichtiges betonen.
Wenn der Heilige Geist keinen – oder kaum noch Zutritt zu unserem Herzen findet – dann steht es sehr schlecht um uns.
Auch wenn wir ungerecht behandelt wurden und die Wut darüber völlig „gerechtfertigt“ wäre……..hat es dennoch eine unglaublich zerstörende Wirkung auf uns. Hass, Zorn und Wut, fressen den Menschen von innen auf. Vergebung jedoch bewirkt genau das Gegenteil. Es ist eine WIN-WIN Situation. Beide Streitenden werden davon profitieren. Für Satan wird es dann zu einer LOSE Situation.

In Römer 12,21 sagt uns die Schrift:
„Lass dich NICHT vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit GUTEM.“
Möge der HERR uns helfen, die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment zu treffen – damit wir dem Feind, bevor der Sturm überhaupt losgehen kann – den Wind aus den Segeln nehmen.