Andacht Fritz Dengel 22.04.24
„So gebt nun acht, dass ihr tut, wie der HERR, euer GOTT, euch geboten hat; und weicht NICHT ab davon, weder zur Rechten noch zur Linken, sondern wandelt in ALLEN Wegen, die euch der HERR, euer GOTT, geboten hat, damit ihr lebt und es euch gut geht….“
(5. Mose 5, 32+33)
TOLERANZ
Nur ein Wort…….oder vielleicht doch mehr? Ja, ich sehe hier wesentlich mehr als nur einen populären Begriff.
Was ich tatsächlich sehe, ist eine sehr erfolgreiche Waffe Satans……..und er setzt sie strategisch äußerst clever ein. Moderne Kriegsführung würde ich es nennen.
Toleranz ist in manchen Bereichen mit Sicherheit angebracht und gut.
Doch die Toleranzwelle mit der die Welt gerade überflutet wird, dient lediglich als Tarnung, um viel höhere, der Gesellschaft unbekannte Ziele zu erreichen.
Alles beginnt klein und unscheinbar. Ein bisschen Toleranz hier, ein bisschen Toleranz da. Wird es dann ungehindert fortgeführt, dauert es nicht mehr lange bis seine zerstörerische Kraft offenbar wird.
Ich möchte gerne einen bestimmten Bereich aus dem Blickwinkel der Toleranz betrachten…….nämlich das Wort GOTTES.
Wie kann Toleranz in Bezug auf GOTTES Wort gerechtfertigt werden? Sobald sein Wort aus Gründen der Toleranz aufgeweicht wird, haben wir den Boden der Wahrheit verlassen……..und die Tür der Kompromisse geöffnet. Was ist ein Kompromiss in Bezug auf GOTTES Wort? Nichts anderes als der Deal mit dem Teufel.
Die Wahrheit war, ist, und bleibt unverhandelbar. Wahrheit ist, entgegen der geläufigen Meinung, nicht relativ, sondern eine unverrückbare, feste Größe. Eine Konstante würde der Physiker sagen. Nun, GOTT selbst warnt uns ausdrücklich davor, sowohl in der Offenbarung als auch im 5. Buch Mose, auch nur die kleinste Veränderung an SEINEM Wort vorzunehmen. Seine Toleranzgrenze liegt bei 0,00.
Was geschieht, wenn du gegenüber einer festen Größe bzw. einer Konstante, Toleranz forderst? Nun, lasst uns mal ein simples Beispiel nehmen:
In der Natur/Physik gibt es eine Menge Konstanten, wie z.B. Meter, Kilogramm, Sekunde usw. Nehmen wir mal die Gewichtseinheit Kilogramm.
Ein Kilo ist immer ein Kilo. Ob es ein Kilo Mehl, ein Kilo Kartoffeln, ein Kilo Zucker ist…….es ist ein Kilo. Wenn ich jetzt von den Kartoffeln 3 Stück wegnehme, hab ich folglich natürlich keinen ganzen Kilo mehr. Sind halt dann nur noch 750 Gramm.
Jetzt wollen wir mal nicht so verbohrt, kleinkariert und engstirnig sein. Ein bisschen Toleranz bitte. Also gut. Ich besitze einen kleinen Supermarkt, und du kommst grad zum einkaufen. Nachdem du soweit bist, kommst du zur Kasse, legst die Waren auf’s Band und ich scanne ein Produkt nach dem anderen ab.
Dann kommt die Tüte mit Kartoffeln. Du hast sie im Vorfeld schon gewogen und den Aufkleber draufgemacht. Es ist genau ein Kilo. Ich öffne die Tüte, nehme vier Kartoffeln raus und scanne dann den Aufkleber ganz normal ab. Was wirst du tun? Natürlich, du wirst mich fragen was der Unsinn soll. Ich werde dir antworten: „Nichts für ungut, beruhig dich. Warum bist du so kleinkariert und intolerant? Ist doch egal ob du jetzt einen Kilo, oder 750 Gramm Kartoffeln mitnimmst.“
Ich glaube du wärst das letzte mal bei mir zum einkaufen gewesen, nicht wahr?
Den Irrsinn, eine feste Größe zu verändern – und das ganze dann als Toleranz zu bezeichnen – wirst du spätestens dann erkennen wenn es um deine Kartoffeln geht.
Freunde, es geht hier um GOTTES Wort! Die Menschen nehmen Veränderungen vor und nennen es dann Toleranz oder Anpassung an den Zeitgeist. Was wird der Eigentümer des Wortes wohl dazu sagen? In Offenbarung 22 Vers 18-19 können wir es nachlesen.
Stell dir vor, du bist der Erfinder eines neuartigen technischen Produktes, dessen Benutzung sehr kompliziert ist – und von dem nur du weißt wie es wirklich funktioniert. Damit es die Menschen jedoch in richtiger Weise nutzen können, hast du mit akribischer Sorgfältigkeit eine Bedienungsanleitung bzw. Anweisung zur optimalen Nutzung geschrieben. Jetzt kommen lauter „Experten,“ die damit beginnen nur ein klein bisschen an der Anleitung rumzufeilen. Ein paar wenige Passagen werden abgeändert, und hier und dort mal ein kleiner Satz entfernt oder hinzugefügt.
Du schaust dir das ganze völlig entsetzt an, weil die Fehler die du darin entdeckst, den Gebrauch des Gerätes lebensgefährlich machen. Wie wäre deine Reaktion darauf? Ich denke deine Begeisterung würde sich so ziemlich in Grenzen halten, oder?
Und warum? Ganz klar: Weil du siehst, wie etwas perfektes durch ein paar wenige kleine Veränderungen unbrauchbar……….ja sogar zu einer potentiellen Gefahr bei Nutzung gemacht haben.
Und jetzt schau dir nochmal den Andachtstext, besonders die letzten Worte, genau an. Womit begründet GOTT die immense Wichtigkeit, NICHTS an seinem Wort zu verändern?
„……..damit ihr LEBT und es euch GUT geht….“
GOTTES Absichten mit uns sind absolut edel. Doch anstelle großer Dankbarkeit dafür, dass er uns SEIN Wort gegeben hat damit wir sicheren Fußes das Ziel erreichen, beginnen wir daran rumzudoktrinieren.
Schätzen wir das unglaubliche Privileg der Erlösung noch?
Schätzen wir DAS, was Jesus auf Golgatha für uns getan hat noch?
Schätzen wir sein Wort – und die damit verbundene Liebe zu uns noch?
Wenn ja, warum korrigieren wir IHN dann? Hat er sich in manchen Dingen geirrt? Hat er uns das wichtigste und mächtigste Buch der Welt zur Korrekturlesung gegeben?
Freunde, Toleranz hört dort auf, wo Konstanten angegriffen werden. Eine Konstante kann nicht verändert werden. Wenn du aus einer Tüte mit einem Kilo Zucker 8 Löffel zum backen rausnimmst, in der Annahme dass das ganze keine Auswirkung haben wird, dann wirst du – wenn du die Tüte wieder auf die Waage stellst – feststellen dass es sehr wohl eine Auswirkung gehabt hat. Denn von ursprünglich 1000 Gramm, sind nur noch 830 Gramm drin. Wie willst du eine feste Größe verändern, OHNE dass es Auswirkungen hat?
Die Toleranzgrenze liegt bei 0,00. Der HERR hat uns klar und deutlich davor gewarnt, mit seinem Wort zu spielen. Die Folgen werden wir tragen müssen.
Mögen wir uns FEST und kompromisslos an IHN und SEIN Wort binden – so wird es uns gut gehen und wir werden lange leben. Nämlich ewig.
Der HERR helfe uns dabei.